Neue Produktion

Junges Theater: Musikshow feiert am Freitag im Internet Premiere

Wollen online mit dem Publium interagieren: (von links) Jan Reinartz, Tobias Sosinka und Fred Kerkmann.
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Wollen online mit dem Publium interagieren: (von links) Jan Reinartz, Tobias Sosinka und Fred Kerkmann.

Den hoffnungsvollen Titel „Land in Sicht“ trägt die neue Musikshow des Jungen Theaters Göttingen. Das Stück feiert am Freitag, 9. April, um 20 Uhr online Premiere – unplugged und live aus dem Saal des Theaters an der Bürgerstraße 15.

Göttingen – „Die titelgebende Seefahrer-Hymne stammt von Wolfgang Niedecken“, verrät JT-Geschäftsführer und Regisseur Tobias Sosinka. Er hat die Show gemeinsam mit Fred Kerkmann konzipiert. Die beiden wühlten sich durch Singer-Songwriter-Stücke der vergangenen Jahrzehnte und berücksichtigten auch rockige Werke. Zu hören gibt es in der aufwändig mit drei Kameras produzierten Inszenierung unter anderem „The River“ von Bruce Springsteen, „Father and Son“ von Cat Stevens und „Komm, großer schwarzer Vogel“ von Ludwig Hirsch.

Kerkmann begleitet die Sänger des JT-Ensembles auf der akustischen Gitarre. Sänger Jan Reinartz spielt auch Mundharmonika, Sänger Michael Johannes Meyer Horn. Mit dabei ist zudem Künstler Klemen Orter, der seit vergangenem Oktober mit dem Jungen Theater an dessen kommender Musikshow „Dirty Old Town“ arbeitet. Orter trat beim Eurovision Song Contest und bei „Slovenia got Talent“ an.

„Wir gestalten die Show interaktiv“, kündigt Intendant Nico Dietrich an. Teilnehmer an der Zoom-Konferenz können, wenn sie wollen, ihr Bild freischalten. Sie sind dann auf dem Bildschirm für die anderen Zuschauer sichtbar. „Einige machen sich richtig schick“, weiß Dietrich von vorangegangenen JT-Online-Events. Die Künstler sehen ihr Publikum ebenfalls – auf einem Großbildschirm.

Das Publikum kann sich über eine Chat-Funktion zu Wort melden. Ein eigener Moderator schaltet ihr Mikro frei. „Das Bedürfnis nach Austausch ist bei einigen größer, als das Interesse an der Show selbst“, hat Dietrich beobachtet. Das Theater reagiert. Eine halbe Stunde vor Beginn ist der Austausch untereinander möglich. Nach der Aufführung geht es weiter.

Dabei kommt es zu interessanten Dialogen. „Als ich mich mit den Wirten verabschiedete, dass ich mich auf ein Wiedersehen an der Bürgerstraße freue, erklärte eine ältere Dame bestimmt, sie werde ganz bestimmt nicht dabei sein“, berichtet Sänger Reinartz. Er wollte wissen, warum nicht. „Ich wohne in Flensburg“, erklärte die Seniorin. „Wie haben Sie uns denn gefunden?“, erkundigte sich der Künstler. „Stand im Internet“, erfuhr er.

„Wir hatten neben vielen Göttingern auch schon Zuschauer, die sich aus Paris und Wien, aus Italien und Kanada zugeschaltet haben“, erzählt Intendant Dietrich. Geschäftsführer Sosinka: „Wir erschließen uns so ganz neue Zielgruppen.“

Weitere Live-Vorstellungen von „Land in Sicht“ gibt es am 6. und 28. November sowie am 21. und 22. Dezember jeweils um 20 Uhr. Reservierungen per Mail, kasse@junges-theater.de. Die Teilnahme ist kostenfrei. Das Theater freut sich über Spenden. Weitere Infos gibt es hier. (Michael Caspar)

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