Juroren loben Online-Angebot: Spitzennoten für Stadtbibliothek

Historisches Haus im Zentrum: Die Stadtbibliothek Göttingen ist im Thomas-Buergenthal-Haus, Ecke Paulinerstraße/Gotmarstraße untergebracht und landet in Rankings immer weit vorn. Foto: Kopietz

Göttingen. Die Stadtbibliothek Göttingen gehört zu den besten Einrichtungen ihrer Art in Deutschland und ist führend im Norden. Das hat eine aktuelle Untersuchung des Bibliotheksindex ergeben.

Schon in den vergangenen Jahren hatte die Göttinger Einrichtungen ganz vorn gelegen. Sie erhielt jetzt als eine von vier großen Einrichtungen im Bundesgebiet vier Sterne in der Bewertung. Dabei wurden die Themen Angebote, Nutzung, Effizienz und Entwicklung untersucht.

Die Stadtbibliothek Göttingen überzeugte unter anderem durch ein vielfältiges Angebot unterschiedlicher Medien. Die längeren Öffnungszeiten ermöglichen einen leichten Zugang - auch am Abend und am Samstag. Für alle Lesergruppen gibt es Veranstaltungen, die Stadtbibliothek ist mit den Schulen und den anderen Institutionen der Leseförderung gut vernetzt. Sie nutzt die neuen sozialen Medien, um auf ihr Angebot aufmerksam zu machen, bietet drahtloses Internet (W-LAN), Geräte zum Lesen von elektronischen Büchern und die Onleihe zum Ausleihen von elektronischen Büchern.

Kunden aus Northeim 

Ab dem kommenden Monat gibt es mit dem „Library Press-Display“ auch den Zugang zu internationalen Zeitungen und Zeitschriften. Gerade wegen des großen digitalen Angebots wird die Bibliothek besonders gern von Kunden aus dem Umkreis, zum Beispiel aus dem Landkreis Northeim, genutzt.

Brigitte Krompholz-Roehl

Seit 16 Jahren gibt es den bundesweiten und jetzt letztmalig organisierten Leistungsvergleich, initiiert von der Bertelsmann Stiftung und organisiert vom Deutschen Bibliotheksverband. Von Anfang an beteiligte sich die Stadtbibliothek Göttingen an dem Wettbewerb und war immer unter den besten Teilnehmern.

Bibliotheksleiterin Brigitte Krompholz-Roehl: „Die Urkunde, die wir in den nächsten Tagen aufhängen, motiviert alle bei uns, weiterhin so kundenorientiert wie möglich zu sein und den Zugang zu Informationen und Unterhaltung für alle leicht zu machen.“

Zum guten Abschneiden gratulierte Göttingens Kulturdezernentin Dr. Dagmar Schlapeit-Beck den Bibliotheksmitarbeitern: „Über viele Jahre diesen hohen Standard zu halten, ist nicht selbstverständlich. Dahinter stecken viel Arbeit, ein gutes Konzept und ein engagiertes Team.“ Zum Bibliotheksindex geht es  hier.

Hintergrund: Einrichtung wurde 1887 als Volksbibliothek gegründet 

Die Stadtbibliothek Göttingen wurden 1887 als Volksbibliothek ins Leben gerufen. Seit 1980 ist die Zentralbibliothek im ehemaligen Stadthaus an der Gotmarstraße zu finden, das seit 2008 Thomas-Buergenthal-Haus heißt.

Neben der Zentralbiliothek gibt es Zweigstellen in Geismar, Grone, Weende, Nikolausberg, Roringen und Elliehausen. Erwachsene zahlen einen Jahresbetrag von 20 Euro, Inhaber einer Sozial-Card 7,50 Euro. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre leihen kostenlos. Schüler ab 18 Jahre sowie Studenten mit Heimvorteil zahlen zehn Euro.

Das Angebot ist äußerst vielfältig: Es umfasst etwa 33.000 Romane, mehr als 90.000 Bände an Sach- und Fachliteratur, 50.000 Kinderbücher, etwa 10.000 E-Books. Selbst Noten und Spiele sind leihweise zu haben.

Kontakt: Stadtbibliothek Göttingen, Gotmarstraße 8, 37073 Göttingen, Tel. 0551/400-2830, Öffnungszeiten: montags, dienstags, donnerstags und freitags von 10 bis 19 Uhr sowie samstags von 10 bis 16 Uhr. Die Seite der Stadtbibliothek gibt es hier.

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