Ausblick auf Prozesse

Göttinger Justiz befasst sich im neuen Jahr mit Mord und Brandstiftung

Der Eingang zum Landgericht Göttingen
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Der Eingang zum Landgericht Göttingen: Dort sollen im neuen Jahr Prozesse wegen eines mutmaßlichen Mordes sowie einer Serie von Brandstiftungen beginnen. (Archiv)

Im neuen Jahr wird erneut das Thema „Gewalt gegen Frauen“ die Justiz in Südniedersachsen beschäftigen.

Göttingen – In einem dieser Fälle geht es um einen weiteren mutmaßlichen Femizid: Die Staatsanwaltschaft Göttingen hat im September einen 49-jährigen Mann aus Einbeck vor der Schwurgerichtskammer des Landgerichts Göttingen wegen Mordes angeklagt. Sie wirft ihm vor, im April 2020 seine 27-jährige Ehefrau heimtückisch erschossen zu haben, als diese im Wohnzimmer entspannt auf der Couch saß und Musik hörte. Als Tatmotiv vermutet die Staatsanwaltschaft, dass er sich von seiner Frau trennen wollte, ohne die gemeinsamen drei Kinder zu verlieren. Der Ehemann hatte angegeben, dass sich der Schuss versehentlich gelöst habe, als er in betrunkenem Zustand seine Waffe reinigte.

Große Beachtung dürfte auch das Strafverfahren gegen den mutmaßlichen Serienbrandstifter von Einbeck finden. Der 23-jährige frühere Feuerwehrmann war im September festgenommen worden. Er steht im Verdacht, insgesamt 18 Brände in und um Einbeck gelegt und zahlreiche weitere Straftaten begangen zu haben. Die Brandserie hatte wochenlang die Feuerwehren in Atem gehalten.

Seit September sitzt auch ein 36-jähriger Mann aus Northeim in Untersuchungshaft und wartet auf seinen Prozess. Das Amtsgericht hatte gegen ihn einen Haftbefehl wegen versuchten Menschenraubes in zwei Fällen erlasen. Der bereits einschlägig vorbestrafte Mann soll nahe einer Grundschule in Northeim zwei Jungen angesprochen und versucht haben, sie in sein Auto zu ziehen und zu entführen. (Heidi Niemann)

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