Kabinett tagt im Max-Planck-Insititut

Stefan spricht, Stephan hört zu: Chemie-Nobelpreisträger Stefan Hell (links) erzählte Ministerpräsident Stephan Weil aus seinem Berufsleben und von der Entwicklung der STED-Mikroskopie. Foto: von Polier

Göttingen. Auswärtsspiel für die Mitglieder der niedersächsischen Landesregierung: Zur Kabinettssitzung waren sie am Dienstag im Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie zu Gast.

Die gilt als Nobelpreisträger-Schmiede. 2014 erhielt Prof. Dr. Stefan Hell den Nobelpreis für Chemie. Mit dem Besuch solle „die besondere Bedeutung dieses außerordentlich erfolgreichen Instituts“ unterstrichen werden, sagte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD).

Während der Veranstaltung stellte der Geschäftsführende Direktor, Prof. Herbert Jäckle, die Einrichtung vor. Anschließend zeigte Stefan Hell bei einem Rundgang seine Labore, wo das von ihm erdachte STED-Mikroskop entwickelt wurde. Dafür und für die bahnbrechenden Möglichkeiten, die daraus resultieren, nämlich der Live-Blick in die lebende Zelle, hatte er den Nobelpreis für Chemie erhalten.

Hell schilderte den Ministern und Staatssekretären auch, wie er das Mikroskop entwickelt hat und dass der Ursprung dafür reine Neugier gewesen sei. „Als ich anfing zu studieren, sahen abgebildete Zellstrukturen verschmiert aus und waren nicht gut zu erkennen.“ Das neue Verfahren sei im Vergleich dazu ein großer Unterschied, böte auch für die Medizinforschung neue Chancen. Hell berichtete auch von Vermarktungsangeboten, die er für das Mikroskop aus Asien erhalten und ausgeschlagen habe. Ihm sei wichtig gewesen, den Wirtschafts- und Forschungsstandort Göttingen zu stärken.

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