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Kafka-Theaterstück trifft in Göttingen auf Forschung

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Von: Thomas Kopietz

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Deutsches Primatenzentrum Göttingen: Im 2015 eingeweihten Neubau ist der Hörsaal untergebracht – dort wird das Junge Theater Göttingen spielen und es gibt eine Diskussion auch mit der Primatenforscherin Julia Fischer.
Deutsches Primatenzentrum Göttingen: Im 2015 eingeweihten Neubau ist der Hörsaal untergebracht – dort wird das Junge Theater Göttingen spielen und es gibt eine Diskussion auch mit der Primatenforscherin Julia Fischer. © privat/nh

Wissenschaft und ein Theaterstück: Diese Kombination gibt es kostenlos am Montag (28.11.2022) beim Gastspiel des Jungen Theaters im Deutschen Primatenzentrum in Göttingen.

Göttingen – Eine außergewöhnliche Kultur-Kombination gibt es am Montag, 28. November, ab 19.30 Uhr im Deutschen Primatenzentrum (DPZ). Dort trifft im Hörsaal die Primatenforschung und Zoohaltung auf Schauspiel, gezeigt vom Jungen Theater (JT) Göttingen. Alle Interessierten sind eingeladen, der Eintritt ist kostenlos.

Es geht um einen Affen, der vom Tierpark Hagenbeck eingefangen, in eine Holzkiste gesperrt und per Schiff nach Deutschland gebracht wird, wo er sich schließlich im Varieté wiederfindet.

Gut 100 Jahre, nachdem Franz Kafka über die Verwandlung des Affen Rotpeter in einen Menschen geschrieben hat, bringt das Junge Theater Göttingen das Stück „Ein Bericht für eine Akademie“ auf die Bühne.

Nach dem Stück werden der Schauspieler Götz Lautenbach, der leitende JT-Dramaturg Christian Vilmar, der stellvertrende Direktor des Zoos Nürnberg, Jörg Beckmann und die Primatenforscherin Julia Fischer mit dem Publikum darüber sprechen, welche Tierbilder in der Gesellschaft existieren und wie sich diese in 100 Jahren verändert haben.

„Ich habe das Stück von und mit Herrn Lautenbach im vergangenen Jahr in Göttingen gesehen und wusste sofort, dass wir dies bei uns im Primatenzentrum zeigen müssen“, sagt Katharina Peters, administrative Geschäftsführerin am DPZ.

Das Bild des Affen, der einst als weise, später als einfältig galt und heute als unser nächster lebender Verwandter eine große Rolle in der Verhaltens- und Kognitionsforschung spielt, zeigt exemplarisch, wie sich Tierbilder in der Gesellschaft verändern.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Begleitprogramms zur Ausstellung „Im Urwald – Primatenforschung am Amazonas“ statt, die noch bis Ende März 2023 im DPZ zu sehen ist. Sie ist montags bis donnerstags von 9 bis 17 Uhr und freitags von 9 bis 14 Uhr geöffnet. Termine für Führungen und weitere Veranstaltungen stehen hier. (Thomas Kopietz)

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