Kakerlaken: Stadt will Eigentümer zum Handeln zwingen

Das ist ekelerregend: Hier lassen sich Kakerlaken einen Apfel schmecken. Foto: dpa

Die Stadt Göttingen will die Eigentümer von zwei Mehrfamilienhäusern, die von Kakerlaken befallen sind, zum Handeln zwingen.

Dort sei bislang nicht genug zur Schädlingsbekämpfung geschehen.

Konkret geht es um zwei Häuser am Hagenweg sowie auf der Ruhstratshöhe. In beiden Häusern haben sich offenbar Kakerlaken eingenistet. „Bislang wurden die Schädlinge nur in einzelnen Appartments bekämpft“, sagte Sozialdezernentin Dr. Dagmar Schlapeit-Beck. Das sei aus Sicht der Verwaltung zu wenig und mache keinen Sinn. Deshalb soll es nun Zwangsverfügungen gegen die Eigentümergemeinschaften geben. Ziel ist es, dass den Schädlingen im Inneren sowie im Außenbereich der Anlagen der Garaus gemacht wird.

Eines der betroffenen Objekte: Das Mehrfamilienhaus am Hagenweg macht durch Kakerlaken Schlagzeilen. Archivfoto: per

Die Zwangsverfügung werde gerade im Rathaus erarbeitet und soll in den nächsten Tagen fertig gestellt und versandt werden, kündigte die Dezernentin an. Laut Schlapeit-Beck arbeite die Stadt schon länger an dem Thema. Sie machte gleichzeitig deutlich, dass das Problem nicht bei der Stadt liege. Stattdessen sei dies ein „privates Problem“.

Unterdessen sind zahlreiche Bewohner des Hauses am Hagenweg bereits aktiv geworden. Sie protestierten schon in der Öffentlichkeit gegen das Problem.

Schlechter Zustand

Das Haus am Göttinger Hagenweg ist ein problematisches Gebäude und teilweise in einem desolaten Zustand. Die Stadt, die in den vergangenen Jahren viel Geld zur Aufwertung des Stadtteils in die Hand genommen hat, diskutierte auch öffentlich bereits über einen Erwerb und Abriss.

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