Vater-Sohn-Duo macht Lightpaintings

Kalenderprojekt: Wenn Göttingen in neuem Licht erstrahlt

Das Kalenderblatt vom Januar
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Das Kalenderblatt vom Januar zeigt eine Lichtskulptur vor der Aula der Universität Göttingen am Wilhelmsplatz.

Kuriose Lichtgebilde, die wie aus einer anderer Welt zu sein scheinen – sprühende Funken und Lichtkugeln vor der Aula der Uni Göttingen auf dem Wilhelmsplatz: All dies ist auf einem neuen Kalender zu sehen.

Göttingen – Für das Projekt sind Karsten Knigge und sein 14-jähriger Sohn Findus Hirt verantwortlich, denn die beiden erschaffen Lightpaintings. Diese besonderen Fotografien hat das Vater-Sohn-Duo nun in den Wandkalender verpackt. Auf insgesamt 13 Kalenderblättern sind Lichtskulpturen und -malereien vor Göttinger Kulisse, wie dem Deutschen Theater oder dem Alten Rathaus, zu sehen.

Auch weniger zentrale Orte wie die Leineaue oder die Diemardener Warte wurden zum Schauplatz für die Lichtkunst des Fotografenduos. Wie die eindrucksvollen Licht-Szenerien entstanden sind und welche Techniken und Materialien Karsten Knigge und sein Sohn Findus verwendetet haben, findet sich auch im Kalender auf den Rückseiten der einzelnen Fotos wieder.

Die meisten der Lightpaintings entstanden während des ersten Corona-Lockdowns im Frühjahr. Das bot beste Voraussetzungen für die Arbeit von Knigge und seinem Sohn, denn es waren kaum Autos oder Menschen unterwegs, die die Fotoaufnahmen mit oft minutenlanger Belichtungszeit hätten stören können. „Wir waren fast jeden Abend unterwegs zum Fotografieren. Es war schön, dass wir in den schwierigen Zeiten des Lockdowns ein Projekt hatten, aus dem wir positive Energie ziehen konnten“, sagt Knigge.

Außerdem bot das Projekt für Findus während der Schulschließungen eine lehrreiche Alternative: Neben dem Fotografieren sammelte er Erfahrungen bei Druckereiverhandlungen, im Vertrieb sowie der Öffentlichkeitsarbeit und half bei der Suche nach Sponsoren.

„Bei den Arbeiten an unserem Kalender habe ich ganz praktische Dinge gelernt, die in der Schule so nicht vorkommen“, so der junge Hobbyfotograf.

Kalenderprojekt von Vater und Sohn: Findus Hirt (links) und Karsten Knigge haben interessante Orte in Göttingen fotografiert.

Seinen Anteil der Einnahmen des Kalenders möchte Findus dann in einen neuen Computer für Bild- und Videobearbeitung investieren. Sein Vater hofft, mit dem Erlös auch einige Göttinger Kulturschaffende unterstützen zu können: Die Hälfte der Einnahmen werden an die Corona-Hilfe für soloselbstständige Göttinger Künstler des Vereins „Kultur UNterstützt STadt“ (KUNST) gespendet.

Der Fotokalender „Göttingen in neuem Licht“ ist für 19,50 Euro beim Göttinger Buchhandel erhältlich oder per E-Mail unter info@lightpainting-goe.de bestellbar. Mehr Infos zu den Lightpaintings des Fotografenduos gibt es hier. (Natascha Terjung)

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