Kampf um Arbeitsplätze: 400 Zeiss-Beschäftigte fahren zur Zentrale

Der Eingang zum Göttinger Zeiss-Werk: Die Mitarbeiter kämpfen um den Erhalt von Arbeitsplätzen. Archivfoto: Papenheim

Göttingen. Der Kampf um Arbeitsplätzen bei Zeiss Micoscopy in Göttingen geht weiter: Über 400 Beschäftigte wollen zur Konzernzentrale nach Oberkochen in Baden-Württemberg fahren.

Geplant ist die Fahrt für Mittwoch, 9. Dezember. Hintergrund: Das Unternehmen hatte den Abbau von mehreren hundert Arbeitsplätzen am Standort Göttingen angekündigt.

Zu der Aktion haben die IG Metall Süd-Niedersachsen-Harz, die Vertrauensleute und der Betriebsrat der Zeiss Microscopy die Mitarbeiter aufgerufen. Mehr als 400 Beschäftigte wollen an diesem Tag mehr über 17.000 Unterschriften, die bei Unterschriftenaktionen seit Anfang Oktober gesammelt wurden, dem Vorstand persönlich überreichen. Die Arbeit soll deshalb am 9. Dezember am Standort Göttingen ruhen. „Es ist angekündigt, dass sich Beschäftigte aus den anderen Zeiss-Standorten solidarisch an der Aktion in Oberkochen beteiligen werden“, heißt es in einer Pressemitteilung der IG Metall.

Neben Vertretern der anderen Zeiss-Standorte werden bei der Kundgebung vor dem Vorstandssitz in Oberkochen der Göttinger Betriebsratsvorsitzende Torsten Dreyer und Manfred Zaffke, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Süd-Niedersachsen-Harz, sprechen.

Ziel der Aktion ist es, dem Zeiss-Vorstand eindringlich aufzuzeigen, dass ihre „Kahlschlagpläne für Göttingen auf erbitterten Widerstand der Beschäftigten“ stoßen.

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