Richterinnen wechseln an Bundesgerichtshof

Karrieresprung zum Bundesgericht für zwei Göttinger Juristinnen

Der Zentralcampus der Universität Göttingen
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Der Zentralcampus der Universität Göttingen mit dem Blauen Turm, der Zentralmensa (links) und dem Zentralen Hörsaalgebäude: Hier haben beide Juristinnen studiert

Karrieresprung für zwei Richterinnen aus der Region: Elke Adams und Susanne Matussek, derzeit Richterinnen am Oberlandesgericht Braunschweig (OLG), sind vom Richterwahlausschuss in Berlin zu Bundesrichterinnen gewählt worden.

Braunschweig/Göttingen – Die beiden 45 und 47 Jahre alten Juristinnen werden nach ihrer Ernennung zum Bundesgerichtshof (BGH) wechseln. Beide Richterinnen haben einen Bezug zu Göttingen: Beide haben an der Uni Göttingen Rechtswissenschaften studiert, Elke Adams war zudem mehrere Jahre im Landgerichtsbezirk Göttingen tätig.

Elke Adams trat nach ihrem Studium in Heidelberg, Göttingen und Uppsala 2004 als Richterin auf Probe in die niedersächsische Justiz ein. Sie war dann zunächst bei der Staatsanwaltschaft Göttingen, den Amtsgerichten Osterode und Göttingen sowie am Landgericht Göttingen eingesetzt. 2008 wurde sie zur Richterin am Amtsgericht Göttingen ernannt, dort war sie insbesondere im Familienrecht tätig.

Nach ihrer Erprobung am Oberlandesgericht wechselte sie 2015 zum Landgericht Göttingen. 2017 wurde sie zur Richterin am OLG Braunschweig ernannt. Dort war sie im Senat für Wettbewerbsrecht und als Präsidialrichterin unter anderem für Notarangelegenheiten und Dienstaufsichtsbeschwerden tätig.

Susanne Matussek hat ebenfalls an der Universität Göttingen studiert. Nach ihrer Promotion im Steuerrecht, die sie mit Bestnote abschloss, trat sie 2002 in den niedersächsischen Justizdienst ein. Nach verschiedenen Stationen während ihrer Proberichterzeit wurde sie 2006 zur Richterin am Landgericht Braunschweig ernannt. 2013 folgte ihre Ernennung zur Richterin am OLG Braunschweig, 2017 wurde sie dort zur Vorsitzenden Richterin ernannt. Seitdem leitet sie den für Bank- und Kapitalanlagesachen sowie Versicherungs- und Gesellschaftsrecht zuständigen 1. Zivilsenat und ist als Vorsitzende Richterin auch für die Erprobung von Richterinnen und Richtern in ihrem Senat verantwortlich. Außerdem ist sie als Prüferin in der notariellen Fachprüfung tätig.

OLG-Präsident Wolfgang Scheibel zeigte sich erfreut darüber, dass der Bundesgerichtshof demnächst mit zwei Richterinnen aus dem hiesigen OLG-Bezirk verstärkt wird. „Dies bedeutet eine besondere Anerkennung der Qualität der Rechtsprechung in unserem Bezirk und der Leistungen dieser beiden Juristinnen“, sagte Scheibel. Außerdem belege die Wahl, dass es zunehmend gelinge, Frauen bei der Erlangung von Spitzenämtern in der Justiz zu fördern.  pid

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