Kasseler Professor an der Spitze der Göttinger Akadamie der Wissenschaften

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Wechsel an der Spitze der Göttinger Akademie der Wissenschaften: (von links) Altpräsident Prof. Stefan Tangermann, Präsident Prof. Andreas Gardt sowie die Vizepräsidenten Prof. Jens Peter Laut und Hans-Joachim Fritz.

Göttingen. Prof. Andreas Gardt ist neuer Präsident der Göttinger Akademie der Wissenschaften. Der Kasseler erhielt bei der Sommersitzung ihre Ernennungsurkunden.

Genauso erging es den beiden neuen Vizepräsidenten Prof. Hans-Joachim Fritz und Prof. Jens Peter Laut sowie acht neuen Akademiemitgliedern

„Es ist das Jahr der Präsidentenwechsel“, begann Altpräsident Prof. Stefan Tangermann in der Uni-Aula am Wilhelmsplatz seine Begrüßungsrede. „Anders als in den USA, wo man befürchten muss, dass ein Trump Präsident wird, haben wir aber einen echten Trumpf vorzuweisen“, scherzte er. Prof. Gardt, 1954 in Mainz geboren, studierte Germanistik und Anglistik an den Universitäten Mainz, Heidelberg und Cambridge sowie „Comparative Literature“ an der University of East Anglia. Nach einem Master-Abschluss in England und dem Staatsexamen ging er als Lektor für deutsche Sprache und Literatur an die University of Reading und war unter anderem an den Universitäten Osnabrück und Freiburg tätig.

Seit 2009 dabei

Derzeit ist Gardt Professor für Germanistische Sprachwissenschaft und Sprachgeschichte der Universität Kassel. Der Göttinger Akademie gehört er seit 2009 als Ordentliches Mitglied an.

Zum Thema seiner Antrittsrede hatte Gardt „Die Deutschen und ihre Sprache“ gewählt. „Das ist eine ebenso bewegte wie interessante Beziehung“, sagte der Experte für die Geschichte der Sprachtheorie. Sein Vortrag handelte unter anderem davon, wie die Deutschen sich über ihre Sprache definieren, inwiefern sie sie als Ausdruck ihrer Identität verstehen und was sie an ihr interessiert, reizt und auch manchmal ärgert.

Die Akademie der Wissenschaften zu Göttingen ist eine traditionsreiche Gelehrtengesellschaft und eine außeruniversitäre Forschungseinrichtung. Sie vereint rund 400 Wissenschaftler über Fach- und Ländergrenzen hinweg. Als Forschungseinrichtung betreut die Akademie rund 20 wissenschaftliche Langzeitprojekte von internationaler Bedeutung. Auf dem Gebiet der geisteswissenschaftlichen Grundlagenforschung ist sie die größte außeruniversitäre Einrichtung Niedersachsens. Zugleich treibt sie die Digitalisierung in der Forschung voran und setzt sich für die freie Zugänglichkeit wissenschaftlicher Publikationen im Internet ein.

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