Ministerpräsident Weil macht Wirtschaft in der Region Mut

Verleihung im Alten Rathaus: Josef Petermann erhielt Kaufmannslöffel

Silberner Kaufmannslöffel: Josef Petermann (Mitte) wurde mit dieser Auszeichnung geehrt. Dazu gratulierten (von links) Ministerpräsident Stephan Weil, IHK-Geschäftsführer Dr. Martin Rudolph, Willi Klie vom Handelsverband sowie Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler. Foto: Schlegel

Göttingen. Josef Petermann erhielt den silbernen Kaufmannslöffel. Der langjährige Geschäftsführer der Göttinger Firma Lünemann wurde am Dienstag beim Kaufmannsmahl im Alten Rathaus in Göttingen ausgezeichnet. Ministerpräsident Stephan Weil stellte dort den Südniedersachsenplan vor.

Zudem machte der Wirtschaft in der Region Mut. Der Regierungschef aus Hannover stellte den Südniedersachsenplan vor: „Arbeitsplätze sind das Geheimnis“, sagte Weil. Ein wesentlicher Punkt für die wirtschaftliche Entwicklung sei dabei der Ausbau der Internet-Infrastruktur. Dies sei ihm bei Gesprächen mit Unternehmern immer wieder gesagt worden. Gleichzeitig verwies er darauf, dass es seit August das Projektbüro für den Südniedersachsenplan in Göttingen gibt. Gute Chancen für die weitere Entwicklungen böten zudem die Autobahn 7 sowie der Tourismus. Weil bezeichnete Südniedersachsen in seiner Festansprache als die „Toskana des Nordens“.

Auf die wachsende Konkurrenz des Internets für den Einzelhandel wies Willi Klie hin, der Vorsitzender des Handelsverbandes Hannover, Kreisverband Göttingen, ist. Etwa 75 Prozent der Kunden vergleichen vor einem größeren Kauf die Preise im Internet. Welchen beachtlichen Wirtschaftsfaktor der Einzelhandel in Göttingen darstellt, zeigen laut Klie folgende Zahlen: Etwa 800 Göttinger Geschäfte machen auf einer Fläche von 270 000 Quadratmetern (etwa 36 Fußballfelder) einen Umsatz von 880 Millionen Euro. Dabei liegt der Lehrstand bezogen auf die Verkaufsfläche unter zwei Prozent. Kritik übte Klie an der Stadt, die die umfangreichen Bauarbeiten in der Innenstadt im August erst kurzfristig bekannt gegeben habe. Dies habe vielen Geschäften in diesem Monat ein Minus im Umsatz von 15 bis 20 Prozent eingebracht.

Fotos: Kaufmannslöffel für Josef Petermann

Josef Petermann erhielt den silbernen Kaufmannslöffel

Der neue Göttinger Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler räumte ein, dass die Abstimmung zwischen Stadt und Handel enger werden müsse. Gleichzeitig kündigte er an, dass an der Verbesserung der Innenstadt weiter gearbeitet werde. Defizite sieht Köhler in der Groner Straße. Für diesen Standort gebe es ein Entwicklungskonzept. Allerdings warte man nun auf Förderprogramme vom Land.

Löffel-Preisträger Petermann, der aus Bayern stammt, kam im Alter von 14 Jahren nach Göttingen und begann bei der Firma Lünemann mit einer Lehre. Nach und nach arbeitete er sich in dem Unternehmen immer weiter nach oben. Von 1986 bis 2013 leitete er gemeinsam mit den Eigentümern die Firma. „Er ist das Idealbild eines ehrbaren Kaufmanns“, sagte Dr. Martin Rudolph, Leiter der IHK-Geschäftsstelle Göttingen, in seiner Laudatio. (bsc)

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