Touren von Tür zu Tür sollten in diesem Jahr besser ausfallen

Kein „Süßes oder Saures“ an Halloween

Der Waschbär darf auch am 31. Oktober auf Beutezug gehen. Kinder und Jugendliche sollten in diesem Jahr lieber zuhause bleiben.  Symbolbild: Peter Steffen/dpa
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Der Waschbär darf auch am 31. Oktober auf Beutezug gehen. Kinder und Jugendliche sollten in diesem Jahr lieber zuhause bleiben. Symbolbild: Peter Steffen/dpa

Die Polizeiinspektion Göttingen appelliert an die Vernunft der Halloween-Freunde in der Stadt Göttingen. In diesem Jahr sollte auf die immer beliebter werdende „Süßes oder Saures“-Tour aufgrund der hohen Corona-Zahlen besser verzichtet werden, sagt Polizeisprecherin Jasmin Kaatz.

Göttingen – Ein generelles Verbot von Haus zu Haus zu ziehen gibt es nicht, aber eine dringende Empfehlung auf das Klingeln an fremden Türen, sowie auf Halloween-Partys sicherheitshalber zu verzichten.

Damit schließt sich die Polizei den Appellen von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey und der niedersächsischen Sozialministerin Carola Reimann (beide SPD) an, die vor einem zu hohen Ansteckungsrisiko bei den üblichen Halloween-Bräuchen gewarnt hatten.

In Göttingen seien zwar keine speziellen Halloween-Streifen geplant, die Beamten, die aber in Anbetracht der aktuellen Situation ohnehin verstärkt unterwegs sein, würden selbstverständlich darauf achten, dass sich keine Gruppen zusammenfinden, um Halloween zu feiern, so Kaatz weiter. Zudem würden die Polizisten auf die aktuellen Verhaltensregeln mit Blick auf den Infektionsschutz in der Corona-Pandemie hinweisen.

Auch Niedersachsens Sozialministerin Reimann empfiehlt Kindern und Jugendlichen, auf den traditionellen Zug um die Häuser zu verzichten – auch wenn es schwerfalle. „Wir sind alle aufgerufen, unsere Kontakte so weit wie möglich zu beschränken, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen“, sagt sie.

An Halloween ziehen auch in Niedersachsen immer mehr verkleidete Kinder und Jugendliche in ihrer Nachbarschaft in Gruppen von Tür zu Tür und fordern mit dem Spruch „Süßes oder Saures“ lautstark Süßigkeiten. Dabei stehen sie oft dicht gedrängt im Eingangsbereich und greifen nach den angebotenen Gaben. In Coronazeiten sei dies viel zu riskant.

Wer trotzdem an diesem Samstag nicht auf den Halloween-Spaß verzichten möchte, sollte unbedingt auf den vorgegebenen Mindestabstand achten und nicht in Gruppen losziehen. Ein Vorschlag der sich in den sozialen Netzwerken verbreitet: Körbchen vor die Tür stellen, klingeln, einige Schritte zurückgehen. Wenn dann Bonbons oder Schokolade in dem Behältnis gelandet sind, warten bis die Tür wieder geschlossen wurde und es erst dann wieder in Empfang nehmen.  (hbk)

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