Keine Hilfe für die Innenstadt

Mögliches Parkverbot am Göttinger Albaniplatz stößt auf Kritik

Ein Herr mittleren Alters steht vor einer Stoffwand mit mehreren Aufschriften.
+
Klaus Wißmann vom Verein „Kreuzberg on KulTour“ kritisiert Überlegungen, ein Parkverbot am Göttinger Albaniplatz einzuführen.

Kultureinrichtungen müssen erreichbar bleiben – das sagt der Göttinger Verein „Kreuzberg on KulTour“. Damit bezieht er sich auf mögliche Parkverbote in der Göttinger Innenstadt.

Göttingen – Damit bezieht er sich auf Pläne der Göttinger Grünen, die Innenstadt mittels Parkverboten beispielsweise auf dem Albaniplatz attraktiver machen zu wollen, wie der Verein sagt.

„Die Innenstadt ist von sich aus schon immer ein Ort der Begegnung und muss nicht erst künstlich zu einem gemacht werden“, sagt Vereinsvorsitzender Klaus Wißmann.

Befürchtung: Umliegende Veranstalter werden übermächtig

„Wenn erst einmal die Stadthalle fertig saniert sein wird, müssen sowohl die Göttinger als auch Auswärtige direkt dort parken können. Und wenn es schon keine Tiefgarage geben soll, dann müssen doch wenigstens die Parkplätze auf dem Albaniplatz erhalten bleiben“, fügt Wißmann an.

Sollte es dort ein Parkverbot geben, könnten Veranstaltungen nicht mehr ohne Zeitdruck besucht werden, denn mit Ausnahme des Parkhauses Groner Tor hätten die Göttinger Parkhäuser feste Öffnungszeiten.

Die Veranstaltungshallen unter anderem von Northeim, Bad Sooden Allendorf, Kassel, Hildesheim, Braunschweig und Hannover seien hingegen mit sehr guten Parkmöglichkeiten in ihrer Nähe ausgestattet und würden so zu einer übermächtigen Konkurrenz für Göttingen.

Verein: Erst attraktive ÖPNV-Angebote schaffen

„Eine autofreie Innenstadt ist eine interessante Vision für die Zukunft. Allerdings ist hier die Reihenfolge der Maßnahmen von zentraler Bedeutung“, sagt der Verein.

Es gelte, attraktive Angebote durch den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zu schaffen, anstatt zuerst die Parkplätze auf dem Albaniplatz ersatzlos zu streichen. Eine Verlagerung von den Parkplätzen sei aufgrund der Entfernung keine Alternative.

Hinzu komme, dass auch kleine Veranstaltungslokalitäten unter einer schlechteren Erreichbarkeit leiden würden. „Anstatt den verbliebenen Lokalitäten noch weitere Steine in den Weg zu legen, müssen sie gefördert und unterstützt werden. Und dazu zählt auch eine gute Erreichbarkeit“, teilt „Kreuzberg on KulTour“ abschließend mit. (Jan Trieselmann

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.