Kellerbrand in Rosdorf: Die Polizei fahndet weiter

Rosdorf. Bei dem Feuer im Untergeschoss eines Mehrfamilienhauses in Rosdorf wurden am Dienstagabend drei Personen verletzt. Die Ermittlungen zur Ursache dauern an.

Eine 45-jährige Frau und ein 50-jähriger Mann, die Rauchgase eingeatmet hatten, konnten noch am Abend das Krankenhaus verlassen. Eine 71-jährige Seniorin muss dort noch behandelt werden.

Zunächst hieß es, dass drei Kinder verletzt wurden. Ein fünfjähriges Mädchen und seine 15 Jahre alten Geschwister mussten jedoch nicht ärztlich behandelt werden. Drei Feuerwehrleute, die eben Rauchgase eingeatmet hatten, mussten auch nicht ins Krankenhaus.

Derzeit wird nach der Ursache für den Brand gefahndet. Dazu waren Spezialisten der Polizei in Rosdorf im Einsatz, das Haus ist beschlagnahmt. Sie untersuchten insbesondere das Untergeschoss. Dort soll das Feuer ausgebrochen sein, das Haus ist bis auf weiteres unbewohnbar. Die Bewohner kamen bei Freunden und Verwandten sowie in einem Hotel unter.

Anwohner meldeten den Brand

Das Feuer war am Dienstag gegen 18.20 Uhr von Anwohnern gemeldet worden. Aus dem Wohnhaus im Rosdorfer Spickenweg drang dichter Qualm aus sämtlichen Fenstern. Sofort wurden die Ortsfeuerwehren Rosdorf, Mengershausen und Settmarshausen alarmiert. Die Göttinger Berufsfeuerwehr rückte mit ihrer Drehleiter an.

Lina Sens (22) fuhr gerade mit ihrem Auto vorbei, als sie den Qualm bemerkte und Schreie hörte. „Ich hielt sofort an und bin zum Eingang gerannt. Dort standen eine Jugendliche, eine alte Dame und ein fünfjähriges Mädchen sowie ein Hund“, sagt die Augenzeugin. „Ich habe alle zu meinem Auto gebracht und erst einmal beruhigt.“ Zunächst wollte die Retterin noch ins Obergeschoss des brennenden Hauses rennen, weil dort zwei weitere Personen vermutet wurden. „Ich habe versucht, mit einem Schal durch den Rauch zu kommen, musste aber sofort aufgeben. Der giftige Qualm war einfach zu stark“, erzählt die Göttingerin noch sichtlich geschockt von den Ereignissen.

Wie sich später herausstellte, befanden sich im Obergeschoss glücklicherweise keine Personen mehr. Die Feuerwehr drang mit mehreren Trupps unter schwerem Atemschutz zum Brandherd vor. „Das Feuer war so enorm, dass es erst eine Stunde später unter Kontrolle gemeldet werden konnte“, sagt Einsatzleiter Martin Willing von der Rosdorfer Feuerwehr. „Die Hitzeentwicklung war sehr stark.“

Beim Brandort handelte es sich um das zu einer Wohnung ausgebaute Untergeschoss des Vier-Parteien-Hauses. Zur Unterstützung wurden später die Ortsfeuerwehren Sieboldshausen und Dramfeld nachalarmiert, sodass insgesamt fünfzig Einsatzkräfte vor Ort waren. Mehrere Rettungswagen brachten drei der Verletzten in Göttinger Krankenhäuser. Ein Notarzt war ebenfalls an der Einsatzstelle. Gegen 20.50 Uhr war das Feuer schließlich gelöscht. Einsatzleiter Willing: „Aufgrund des Ausmaßes des Brandes ist das Haus unbewohnbar.“ Die Schadenshöhe ist noch unklar. (ysr/bsc)

Fotos des Einsatzes

Kellerbrand in Rosdorf

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