Kicken auf Rasen mit Korkfüllung

Einweihung Soccer-Zentrum auf dem Uni-Sportgelände: Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler und Prof. Norbert Lossau, Uni-Vizepräsident, erföffnen die Anlage. Hinten Dr. Axel Bauer. Foto: Kopietz

Göttingen. Mehr als 100 Mannschaften der Göttinger Uni-Liga haben seit Montag ein neues „Zuhause“ – sie tragen ihre Spiele jetzt im nagelneuen „Soccer-Zentrum“ des Allgemeinen Hochschulsports am Institut für Sportwissenschaften (IfS) aus.

Am Montag wurden die zwei überdachten und zwei Open-Air-Courts nach einer kurzen Bau- und hindernisreichen Planungsphase mit einem Mini-Turnier eingeweiht. Das erste Tor erzielte Arne Göring, stellvertretender Leiter des Göttinger Hochschulsports. Sein Chef, Axel Bauer, bezeichnet das Zentrum als „Vorzeigeprojekt“.

Ein wenig neidisch blicke die Stadt auf die Anlage, die neue „Nord-Ost-Kurve“, sagte der nach eigenen Worten wenig Fußball affine Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler. Für den Stadtsportbund-Vorsitzenden Andreas Gruber ist das Fußballzentrum ein „Hammerding“. Was im Hochschulsport mit Fitnesszentrum FIZ, Kletterzentrum Roxx und nun mit dem Soccer-Zentrum entwickelt wurde, sei bewundernswert, sagte Gruber, der sich darüber freut, dass der Hochschulsport Mitglied im Stadtsportbund ist – und mit 1651 Mitgliedern unter den Göttinger Top-Ten-Vereinen sei.

Das Fußball-Zentrum mit der auf Holzträgern stehenden und von einem Zeltdach überspannten Halle kommt aber dem gesamten Sport in Göttingen zu Gute: „Die Nutzung entlastet auch andere Plätze“, sagte Köhler und meinte nicht nur die sonst oft ramponierten Rasenflächen am IfS. Bis zu 40.000 Euro Pflegekosten verursachten die Spiele der Uni-Liga dort pro Saison. Die werden jetzt gespart. Zunächst aber musste kräftig investiert werden: 900.000 Euro kostete das Projekt, finanziert vom Förderverein FIZ.

Die vom Bielefelder Sportplatzbau-Experten Bieler, der auch für viele Bundesligisten unterwegs ist, erstellten Plätze mit Rundum-Banden sind 34 mal 20 Meter groß. Besonderheit: Der vom „Wuchs“ stark an einen Naturrasen erinnernde Belag ist mit Stückchen aus dem Naturprodukt Kork befüllt. Das ermöglicht ein gelenkschonendes Laufen.

Beim Testspielen wurde deutlich: Der Ball muss fest gespielt werden, der Belag ist langsam. So haben die Kicker – Studierende und Uni-Bedienstete – auf den Plätzen ein neues Spielgefühl, auch, weil zwei Plätze von einem in Fulda gefertigten Zeltdach überspannt werden, Die luftige Holzhalle hat eine französische Firma aus Lyon gebaut. Zwei Firmen haben sich als Sponsoren für den Unterhalt der Courts gefunden: die Göttinger Entsorgungsbetriebe GEB, die VGH-Versicherungsgruppe und die Aktion Heimspiel von Stadt und Uni.

Hausherr und Uni-Vize-Präsident Prof. Norbert Lossau lobte allgemein die Arbeit im der Einrichtung Hochschulsport, bezeichnete das Projekt als zukunftsorientiert und richtig.

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