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Pfarreien in Stadt und Landkreis Göttingen: Kirchen bieten Wohnraum für Geflüchtete

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Von: Thomas Kopietz

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Ehemalige Bildungsstätte St.Martin in Germershausen
Raum für Ukraine-Flüchtlinge: Das Bistum Hildesheim hat die ehemalige Bildungsstätte St. Martin in Germershausen als Unterkunft zur Verfügung gestellt. © Cornelia Kurht-Scharf/PG

Das Bistum Hildesheim und die Pfarreien der Dekanate Untereichsfeld und Göttingen stellen an neun Kirchorten Immobilien als Wohnraum für Geflüchtete aus der Ukraine bereit.

Duderstadt/Göttingen – In Absprache mit dem Landkreis und der Stadt Göttingen werden zwei der Gebäude bereits als Unterkunft genutzt (wir berichteten). Über die weiteren Räume laufen Gespräche mit den Behörden.

Ob perspektivisch weitere Immobilien infrage kommen, wird gegenwärtig geprüft, teilt die Katholische Pressestelle Göttingen mit.

Bereits vor zwei Wochen hat das Bistum Hildesheim die Räumlichkeiten der ehemaligen Bildungsstätte St. Martin in Germershausen für Flüchtlinge geöffnet. In Zusammenarbeit mit dem Landkreis Göttingen konnte so eine Unterkunft für 120 Menschen geschaffen werden.

Die Bonveno gGmbH, zu deren Gesellschaftern auch die AWO Göttingen und die Caritas Südniedersachsen gehören, unterstützt mit der Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung Südniedersachsen mbH des Kreises den Betrieb der Unterkunft. Auch die Flüchtlingssozialarbeit und Caritas-Dienste engagieren sich. Auch das Bistum: Es hat den geplanten Verkauf der Immobilie ausgesetzt.

Darüber hinaus haben die Pfarreien im Dekanat Untereichsfeld dem Landkreis die folgenden Pfarrhäuser als möglichen Wohnraum für Geflüchtete gemeldet:

• Immingerode (kath. Pfarrei St. Georg),

• Langenhagen (kath. Pfarrei St. Sebastian),

• Obernfeld (kath. Pfarrei St. Johannes der Täufer),

• Renshausen (kath. Pfarrei St. Kosmas und Damian),

• Rollshausen (kath. Pfarrei St. Johannes der Täufer) und

• Wollbrandshausen (kath. Pfarrei St. Laurentius).

Für das Pfarrhaus in Obernfeld, das zwischenzeitlich zum Verkauf angeboten war, ist die Suche nach Kaufinteressenten ebenfalls ausgesetzt worden, die die Pressestelle in Göttingen mitteilt.

Wer die Teams an den Kirchorten mit ehrenamtlicher Mitarbeit oder Sachspenden unterstützen möchte, kann sich dafür an die Caritas Südniedersachsen wenden. Ansprechpartnerin ist Lioba Stadermann, Tel. 0 55 27/99 68 61 0; E-Mail: stadermann@caritas-suedniedersachsen.de

Auch im Dekanat Göttingen werden bereits kirchliche Gebäude als Wohnraum für Geflüchtete genutzt. Das Gemeindeleitungsteam der Pfarrei Maria Königin des Friedens in Göttingen hat mit Unterstützung ehrenamtlich Helfender einen Teil des Pfarrhauses so umgebaut, dass dort zwei Familien aus der Ukraine wohnen können.

Ab April werden dann zudem die Pfarrei St. Godehard Räume des Pfarrhauses am Kirchort St. Heinrich und Kunigunde in Göttingen bereitstellen.

Beide Pfarrgemeinden arbeiten bei der Belegung der Unterkünfte eng mit der Stadt Göttingen zusammen. (Thomas Kopietz)

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