Der Kirsche auf der Spur: Aktionstag in Geismar

Alles ums kleine, roten Obst: Wie schon beim Kirschenfest im vergangenen Jahr gab die Pomologin Dr. Annette Braun-Lüllemann (im Vordergrund in Blau) wertvolle Tipps für den Anbau von Kirschen und bot die Sortenbestimmung mitgebrachter Früchte an. Fotos: Schröter

Göttingen. Großer Andrang herrschte am Sonntagnachmittag auf der Streuobstwiese der Realgemeinde Geismar, die unter dem Motto „Gut Kirschen essen…" zum Pflücken und Verkosten der süßen Früchte eingeladen hatte.

„Diese Streuobstwiese ist einer der hot spots der Sortenvielfalt im Göttinger Land, das mit mehr als 70 traditionell angebauten Kirschsorten eine deutschlandweit herausragende Sortenvielfalt aufweist“, sagte der Realgemeinde-Vorsitzende Herbert Linne. Allein auf der Wiese in Geismar seien bis vor Kurzem noch 27 verschiedene Süßkirschsorten vorgekommen - darunter auch das „Geismarer Ochsenherz“.

Um diese faszinierende Vielfalt zugänglich zu machen, hatte die Realgemeinde zur besten Kirschenzeit wieder die Tore ihrer Streuobstwiese geöffnet. Neben der Möglichkeit, gegen eine Spende nach Herzenslust Kirschen zu pflücken und zu essen, bot die Pomologin Dr. Annette Braun-Lüllemann wie schon beim Kirschenfest im vergangenen Jahr die Sortenbestimmung mitgebrachter Kirschfrüchte an und gab wertvolle Tipps zu den empfehlenswertesten Sorten für den Selbstversorgeranbau im Obstgarten und auf der Streuobstwiese.

Die Veranstaltung war Bestandteil des Förderprojekts „Erhaltung der traditionellen Kirschsortenvielfalt im Göttinger Land“, das durch die niedersächsische Bingo-Umweltstiftung ermöglicht wurde. Im Rahmen dieses Projekts wird im laufenden Jahr auch die langjährige Sortenerfassungs- und Erhaltungsarbeit des Landschaftspflegeverbands Landkreis Göttingen im Bereich Steinobst/Kirschen fortgeführt. 

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