HAWK-Projekt

Kita-Arbeit darf nicht krank machen: Studie startet in Göttingen

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Normaler Alltag: Erzieherinnen kümmern sich um mehrere Kinder, stehen in engem Kontakt – all das birgt Gefahren für die Gesundheit. Jetzt soll ein Präventionsprogramm entstehen.

Göttingen/Hildesheim. Die auch in Göttingen angesiedelte HAWK untersucht die Arbeitsbedingungen und den Gesundheitsschutz von Erzieherinnen in Kindergärten.

Unter Steuerung der Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) werden unter dem Titel „Kita-Arbeit darf nicht krank machen!“ elf Kindertagesstätten mit Krippen in vier Städten, neben Göttingen noch in Hannover, Braunschweig und Hildesheim, beteiligt sein. Die Projektleitung hat Prof. Dr. Ruth Jäger-Jürgens.

Mit den Kooperationskinderstätten läuft das Forschungsprojekt „AgnEEs“– Arbeits- und Gesundheitsschutz für pädagogische Fachkräfte in niedersächsischen Kindertageseinrichtungen (0 bis 3 Jahre).

Die anspruchsvolle Arbeit in der frühkindlichen Erziehung und Bildung erfordert ein hohes Maß an Gesundheit und Leistungsfähigkeit der pädagogischen Fachkräfte, die aber gleichzeitig erhöhten körperlichen, psychischen und psychosozialen Belastungen ausgesetzt sind. So betreut eine Erzieherin in Niedersachsen durchschnittlich mehr als vier Kinder.

Direkte Pflege, Betreuung, Bildung und Erziehung, sowie Verantwortung für Betreuungsaufsicht und Überwachung der zu betreuenden Kinder sind die Kernaufgaben in Kindertageseinrichtungen.

Hinzu kommen die regelmäßigen Beobachtungen und Dokumentationen über die gezielte Bildungs- und Entwicklungsförderung, die Gestaltung der Beziehungen zu Eltern und die Aufgabe der Qualitätssicherung.

Ziele des Projektes sind deshalb, Einflussfaktoren auf die Gesundheit zu ermitteln, diese zu beschreiben und daraus am Ende ein Arbeits- und Gesundheitsschutzkonzept für pädagogische Fachkräfte in Krippen zu entwickeln, das mit dem Konzept der jeweiligen Krippe abgestimmt wird. Außerdem sollen die Ergebnisse und Beobachtungen der beteiligten Wissenschaftler mit den Einrichtungen ausgetauscht werden.

In Göttingen sind folgende Kindertagesstätten der Stadt dabei: Geismar, Weende-Nord, Pfalz-Grona-Breite, Roßdorfer-Weg, Elisabeth-Heimpel-Haus.

Gefördert wird das Projekt für drei Jahre durch den „Europäischen Fond für regionale Entwicklung“ und das Land Niedersachsen.

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