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Nacht der Kultur lockte Zehntausende in die Göttinger Innenstadt

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Von: Andreas Arens

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Das Göttinger Symphonieorchester (links) präsentierte dem Publikum auf dem Marktplatz bei der 18. Nacht der Kultur eine breite Palette der internationalen klassischen Musik. © Hubert Jelinek

Zum 18. Mal lockte die Nacht der Kultur zehntausende Menschen mit Musik, Tanz, Theater und Kunst am Samstagabend in die Göttinger Innenstadt.

Auf 24 offenen Bühnen zeigten hunderte von Künstlern, was die Kultur der Uni-Stadt zu bieten hat. Und das war viel – und abwechslungsreich. „Von Kirchenmusik bis hartem Rock war alles dabei“, befand nicht nur Organisatorin und ProCity-Geschäftsführerin Friederike Breyer. Los ging das „Nachtprogramm“ bereits am Vormittag mit Ausstellungen im Städtischen Museum und im Künstlerhaus.

Kinderprogramm

Am Nachmittag standen dann vor allem die jüngeren Kulturfans im Mittelpunkt. Am Wochenmarktplatz zeigten KAZ und Junges Theater ein spezielles Programm für Kinder. Die Ballettschule Art La Danse präsentierte zum 15. Gründungstag sein Angebot für Kleinkinder und Jugendliche. An der Stadtbibliothek unterhielt ein Jongleur die Kinder. Und am Waageplatz zeigten Schüler selbst ihr Können auf der Bühne.

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Besonders hier und in der Groner Straße tummelten sich in diesem Jahr noch mehr Menschen als sonst. Friederike Breyer zeigte sich sehr zufrieden: „Die Veranstaltungen waren überall gut besucht. Was mich am meisten freut, ist, dass ich in ausschließlich fröhliche und lächelnde Gesichter geschaut habe. Es war eine sehr entspannte und friedliche Atmosphäre, das haben mir auch Sanitäter und Polizei bestätigt.“

Bunte Mischung

Das Wetter tat sein Übriges: Ab dem Nachmittag verzogen sich die Wolken, die Temperaturen stiegen aber nicht ins Unangenehme. Entsprechend voll wurde es in den Straßen und Gassen der Innenstadt. Und so ist die Nacht der Kultur immer auch ein großes Wiedersehen. „Zur Nacht der Kultur kommen immer alle“, fasste es Friederike Breyer zusammen.

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„Merry-go-round“ begeisterten ihre zahlreichen Fans auf dem Wilhelmsplatz.

Das liegt auch am bunt gemischten Programm, das verdeutlicht wie vielfältig die Kulturszene in Göttingen ist. Am „Willi“ spielte die „UniRoyal JazzCombo“ eine Mischung aus Jazz, Funk und Latin – mal laut, mal leise; mal melancholisch, mal fröhlich. Gleich danach ging es mit „Merry-go-round“ etwas härter und verzerrter zur Sache. Aber genauso sympathisch. Ein Highlight für ihre Fans hatten die Göttinger Jungs auch parat: Sie verschenkten ihre Band-T-Shirts.

Gänsehautmoment

Die etwas feinere Klinge wurde um 20 Uhr auf dem Marktplatz geschwungen: Das Göttinger Symphonie Orchester um Dirigent Nicholas Milton zeigte aber ebenfalls eine breite Palette: Ob Wagner, Dvorak, Bizet oder Brahms – auch bei den Klassik-Fans war für Abwechslung gesorgt.

Richtig was auf die Ohren gab es dafür auf dem Wochenmarktplatz. Zunächst standen die Teilnehmer des Bandwettbewerbs local heroes auf der Bühne. Danach zeigten zwei lokale Größen – die bei eben jenem Band-Wettbewerb in der Vergangenheit sehr erfolgreich waren – ihre Virtuosität: „Minuspol“ aus Osterode und die famosen Göttinger „Tom Schreibers Blume“. Die sorgten am Ende für ganz besondere Gänsehautmomente, als sie „Ohne Dich“ von der Münchener Freiheit intonierten.

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Harter, metallischer Punkrock beim Bandwettbewerb „local heroes“ am Wochenmarktplatz.

Das war nur ein kleiner Einblick in einen Samstag, der alljährlich unzweifelhaft zu den Höhepunkten des Göttinger Kulturlebens gehört. Auch weil die Stimmung einfach unvergleichlich ist, die Künstler nahbar – „Ein Heimspiel“, wie Friederike Breyer sagte.

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