Lange Karriere bei der Arbeitsagentur

Klaus-Dieter Gläser: Jobexperte für Südniedersachsen geht in Pension

Stand 14 Jahre an der Spitze der Arbeitsagentur Göttingen: Klaus-Dieter Gläser
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Stand 14 Jahre an der Spitze der Arbeitsagentur Göttingen: Klaus-Dieter Gläser geht in den Ruhestand.

Wer von der Agentur für Arbeit in Göttingen spricht, kommt an Klaus-Dieter Gläser nicht vorbei. Er stand 14 Jahre an der Spitze der Behörde und geht jetzt in den Ruhestand.

Göttingen – Der 65-Jährige arbeitete gut 30 Jahre für die Bundesagentur für Arbeit. Vor seiner Karriere bei der Agentur absolvierte der gebürtige Wunstorfer ein Betriebswirtschafts- und Jurastudium. Für die Agentur arbeitete er in Osnabrück, Wilhelmshaven, Hannover und Vechta.

Ganz wichtig sind dem Arbeitsmarktexperten Initiativen für die Integration junger Leute: „Meine Wurzeln bei der Agentur liegen in der Berufsberatung. Daher sind mit die Themen der Berufsorientierung und auch des Ausbildungsmarktes immer ein besonderes Anliegen gewesen.“ Aber auch die berufliche Qualifizierung von Erwachsenen, um Arbeitssuchenden langfristig eine berufliche Perspektive zu eröffnen, liegt ihm besonders am Herzen.

In Göttingen brachte er zahlreiche Projekte an den Start: Dazu gehört die mit Stadt und Landkreis Göttingen initiierte Berufseinstiegsbegleitung an Förder-, Haupt- und Oberschulen. Auch das Projekt Mittendrin zur Integration von Menschen mit Handicap in den Arbeitsmarkt unterstützte er nach Kräften.

Während der 14-jährigen Amtszeit von Gläser entwickelte sich der Arbeitsmarkt in den Bereichen Göttingen und Northeim, für die die Arbeitsagentur Göttingen zuständig ist, positiv. So sank die Zahl der Arbeitslosen von 25 400 auf 14 500 – minus 43 Prozent. Grund für die Entwicklung sind die demograpische Entwicklung und die vielen zusätzlichen Beschäftigungsmöglichkeiten. Das zeigt folgende Zahl: Während der vergangenen 14 Jahren stieg die Zahl der Arbeitskräfte in Südniedersachsen um 16 Prozent auf zuletzt 175 198.

Das Thema Fachkräftemangel rückte in den vergangenen Jahren verstärkt in den Fokus des scheidenden Agenturchefs. Weitere Theman waren die Integration von Geflüchteten sowie der Abbau von Langzeitarbeitslosigkeit.

Aber auch Krisen, die zu Einbrüchen führten, machten der Agentur immer wieder zu schaffen. Dazu gehörten die Wirtschafts- und Finanzkrise ab Ende 2008, die Flüchtlingskrise ab 2015 und seit 2020 die Corona-Pandemie. Mit Blick auf die aktuelle Lage ist Gläser stolz, dass es durch Umorganisation innerhalb kurzer Zeit gelungen sei, Betriebe über das Thema Kurzarbeit zu informieren, Anträge zu bearbeiten und Leistungen auszuzahlen. Davon haben in der Spitze bis zu 30 000 Beschäftigte in beiden Landkreisen profitiert.

Für den Ruhestand hat sich der Agenturchef einen Sprachurlaub in Andalusien vorgenommen. Allerdings muss der noch etwas warten – wegen der Pandemie. (Bernd Schlegel)

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