Protest gegen Projekte in Deutschland

Klima-Aktivisten in Göttingen lehnen Gas-Ausbau strikt ab

Bundesweite Aktionen vor der SPD und CDU Parteizentrale.
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Bundesweite Aktionen zu „Gas ist keine Brückentechnologie“ auch in Göttingen vor der SPD und CDU Parteizentrale.

Die Göttinger Fridays for Future-Gruppe lehnt den Ausbau fossiler Gasinfrastruktur strikt ab.

Göttingen – Unter dem Motto „Gas ist keine Brückentechnologie!“ kritisieren die Klimaaktivisten insbesondere die von der Landesregierung in Mecklenburg-Vorpommern gegründete „Stiftung Klima- und Umweltschutz MV“ zum Ausbau der Gas-Pipeline Nord Stream 2.

Auch die Senkung der Förderabgabe auf Erdöl und -gas auf den bundesrechtlichen Mindestsatz stößt auf scharfe Kritik. Dagegen gab es auch in Göttingen Aktionen vor den Parteizentralen und CDU und SPD. „Es gibt viele Initiativen und Proteste gegen Kohle und Atomkraft, aber gegen Erdgas gibt es bisher kaum Protest. Das darf nicht sein, Erdgas muss genauso wie andere fossile Energieträger angesehen und behandelt werden. Erdgas ist keine Lösung für die Klimakrise“, sagt Nassim Dogal von der Fridays for Future Ortsgruppe Göttingen.

Erdgas werde häufig als eine grüne Übergangstechnologie von fossilen auf erneuerbare Energieträger dargestellt. Das sei aber nicht der Fall. „Erdgas stößt zwar beim Verbrennen nur circa halb so viel CO2 wie Kohle aus, besteht aber aus Methan, das beim Transport freigesetzt wird. Und wenn die Methan Emissionen beim Fracking und Transport mit der Verbrennung zusammengerechnet werden, sind die gesamten Emissionen ähnlich hoch wie die Emissionen von Kohle“, ergänzt Maia Bäumer.

Außerdem sei Erdgas auch ein fossiler Energieträger und damit nur begrenzt auf dieser Erde verfügbar. Nur erneuerbare Energieträger seien zukunftsfähig. „Deswegen ist sauberes und grünes Erdgas eine dreckige Lüge”, macht Bäumer deutlich. (Carolin Eberth)

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