Aktion von „Extinction Rebellion“

Protestierende legten City-Verkehr in Göttingen kurzzeitig lahm

Aktion in Göttingen: Eine einzelne Aktivistin von  „Extinction Rebellion“ sitzt auf der Kurze-Geismar-Straße. Autos stauen sich.  Zu sehen sind Polizisten, die behutsam vorgingen.
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Aktion in Göttingen: Am Samstagmittag blockierten einzelne Personen von „Extinction Rebellion“ Straßen in der Innenstadt wie an der Kurze-Geismar-Straße. Es kam zu Staus, auch der Busverkehr war betroffen. Die Polizei schritt ein, ging behutsam vor.

Die Protestler von „Extinction Rebellion“ hatten für Samstag Straßenblockaden durch Einzelpersonen angekündigt – und so kam es mit der Aktion „Rebellion of One“ denn auch.

Die Folge der Aktion waren starke Verkehrsbehinderungen in der Innenstadt, so stauten sich zeitweise auch Fahrzeuge von der Kurze-Geismar-Straße über die gesamte Groner Straße. Der Busverkehr kam zum Erliegen, oder wurde umgeleitet, Haltestellen konnten zeitweise nicht bedient werden.

Das lag auch daran, dass die Aktivistinnen, die mit Papptransparenten behangen jeweils einzeln mitten auf den Fahrbahnen saßen und teilweise länger als angekündigt ihre Blockaden aufrechterhielten.

Zahlreiche eingesetzte Polizeikräfte hatten ein Auge auf die Situationen und die Protestler, zeigten sich dabei diplomatisch und konsequent, informierten auch die im Stau stehenden Auto- und Busfahrer.

Schließlich setzten sie einer Protestlerin an der Kurze-Geismar-Straße eine zeitliche Frist, bereiteten sie verbal auf die Konsequenzen vor und trugen sie schließlich von der Straße, nicht ohne zu Bitten, dass sie selber gehen möge, auch aus Hygienegründen. Bevor die Protestierende weggetragen wurde, teilten die Polizisten mit, dass sie eine Ordnungswidrigkeit begehe.

Für das besonnene Auftreten ernteten die Polizisten Lob, die Protestierenden aber teilweise ebenfalls Zuspruch. Wenngleich es auch Kritik gab, so, weil auch Rettungswege blockiert wurden. „Das ist gefährlich“, sagte ein Mann, der sich als Arzt vorstellte und das Gespräch suchte.

„Bei Blaulicht räume ich sofort die Straße“, sagte eine Blockiererin, die ebenfalls Zuspruch von manchen Passanten erhielt: „Sie hat Recht, wir müssen was gegen die Klimazerstörung und daraus entstehende Armut tun.“

„Extinction Rebellion“ hatte kürzlich mit einer Demonstration in der Weender Straße für Aufsehen gesorgt, dort lagen mit weißen Tüchern bedeckte „Leichen“, Opfer der Klimazerstörung, durch dieses Spalier mussten die Passanten gehen.

Die Organisation „Extinction Rebellion“ fordert auch, über einen zu installierenden Bürgerrat zum Thema Klimaneutralität. Dieser solle die Politik in die Lage versetzen, die Krise zu lösen. Ziel sei ein „Demokratie Update“. (Thomas Kopietz)

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