Fridays for Future-Aktion mit 1500 Teilnehmern

Klimaaktivisten blockierten nach Demo in Göttingen Kreuzung

Klimaaktivisten blockierten einen Teil der Kreuzung Berliner Straße/Groner Landstraße.
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Klimaaktivisten blockierten einen Teil der Kreuzung Berliner Straße/Groner Landstraße.

Nach der offiziellen Fridays for Future-Aktion in der Göttinger Innenstadt gab es am Freitag einen Zwischenfall. Klimaaktivisten blockierten am Nachmittag zeitweise einen Teil der Kreuzung Berliner Straße/Groner Landstraße in Göttingen.

Göttingen – Die Polizei war mit einem Großaufgebaut vor Ort. Die Beamten trugen einige der Demonstranten von der Straße. Gleichzeitig sorgten die Polizisten mit mehren Einsatzwagen dafür, dass die Teilnehmer der Aktion nicht von anderen Fahrzeugen gefährdet wurden.

Zuvor hatten rund 1500 Menschen nach Polizeiangaben in der Uni-Stadt für mehr Tempo beim Klimaschutz demonstriert. Nach einer Auftaktkundgebung am Auditorium der Universität zogen die überwiegend jungen Teilnehmer zum Bahnhof und von dort weiter zum Neuen Rathaus. Die Demonstration sorgte für erhebliche Verkehrsbehinderungen in der Stadt, verlief aber völlig friedlich, wie eine Polizeisprecherin auf Anfrage sagte.

Zu der Aktion hatten unter anderem „Fridays for Future“, mehrere Umweltverbände und die Grünen aufgerufen. Bundesweit waren am Freitag unter dem Motto „#AlleFür1Komma5“ Klimaproteste in mehr als 100 Städten geplant. Vor viereinhalb Jahren wurde das Pariser Klimaabkommen verabschiedet. Es sieht vor, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad gegenüber den vorindustriellen Werten zu begrenzen.

Wegen der Corona-Pandemie waren die Teilnehmerzahlen bei den Demonstrationen am Freitag vielerorts beschränkt worden. Ein ursprünglich in Hannover geplanter Sternmarsch wurde abgesagt.

Etwa 1500 Teilnehmer waren am Freitag bei der Aktion von Fridays for Future in Göttingen dabei.

„Während der Covid-19-Pandemie hat die Politik gezeigt, dass sie auf die Wissenschaft hören und schnell entschieden handeln kann“, sagte Carla Hille von der Göttinger „Fridays for Future“-Ortsgruppe. „Jetzt muss dieselbe Konsequenz endlich auch bei der Bekämpfung der Klimakrise erfolgen.“

Linus Steinmetz vom Stadtvorstand der Grünen erklärte, nach vielen leeren Worten und über zwei Jahren Klimastreiks sei klar, dass im Wahljahr 2021 eine Kehrtwende in der Klimapolitik erfolgen müsse. Die weltweiten Emissionen seien heute höher als vor der Pandemie. (Bernd Schlegel, mit epd)

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