Klimawandel im Spiegel der Kunst: BBS-Schüler präsentieren Projektarbeit

Präsentierten die Ergebnisse ihres Kunstprojekts: Die Schüler zweier Sprachförderklassen der BBS II in Göttingen haben sich mit dem Klimawandel auseinander gesetzt. Foto: Schröter

Göttingen. In einer Kunstaktion haben sich jetzt 15 junge Flüchtlinge (zumeist unbegleitete Minderjährige) an den Berufsbildenden Schulen (BBS II) in Göttingen mit dem Thema Klimawandel auseinander gesetzt.

Zwei Tage hatten die Schüler zweier Sprachförderklassen Zeit, um gemeinsam mit dem Berliner Künstler Michael Arantes Müller vier Leinwände zu den Themenbereichen Energie, Wald, Verkehr sowie Konsum und Müll farblich und inhaltlich zu gestalten. Unter dem Motto „Wie wollen wir in Zukunft leben?“ malte eine Gruppe den Garten Eden, wie ihn sich die Teilnehmer vorstellen. Eine andere brachte eine Mülltonne auf die Leinwand, aus der Blumen wachsen und somit neues Leben entsteht.

„Die Teilnehmer waren sehr kreativ und voll konzentriert bei der Sache“, lobte Michael Arantes Müller, der dasselbe Projekt in den vergangenen drei Jahren schon an zahlreichen anderen deutschen Schulen geleitet hat. Ins Leben gerufen wurde die Kunstaktion vom Verein Klimabündnis. „Klimaschutz ist ein buntes Aufgabenfeld, das Kreativität und Ideenreichtum beinhaltet“, so der Künstler.

„Die Umweltbildung für Kinder und Jugendliche ist ein wichtiger Schwerpunkt der Umsetzung der Klimaschutzaktivitäten im Landkreis Göttingen“, betonte dessen Klimaschutzmanagerin Kristina Schneider. Einen solchen Kurs für Flüchtlinge anzubieten, sei jedoch ein Novum. „Das hat aber ganz ausgezeichnet funktioniert“, sagte sie.

Auch aus Sicht von BBS-II-Deutschlehrerin Claudia Jirjahn war das Projekt ein voller Erfolg. „Die Teilnehmer, die aus Eritrea, Syrien, Afghanistan, dem Irak und einigen anderen Ländern stammen, besuchen jetzt seit einem Jahr den Deutschkurs und inzwischen ist Deutsch ihre gemeinsame Sprache“, sagte sie. Um überhaupt erstmal Ideen zu entwickeln und diese dann auch umzusetzen, sei Kommunikation untereinander unerlässlich gewesen. Und die Ergebnisse zeigten eindrucksvoll, dass alle verstanden haben, wovon gesprochen wurde.

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