Veranstaltung

Regionalkonferenz: Klimawandel und Folgen für die Gesundheit

Starkes Team: Der Vorstand der Gesundheitsregion Göttingen/Südniedersachsen mit dem Vorsitzenden Prof. Wolfgang Brück (Mitte) und der Stellvertreterin und künftigen Oberbürgermeisterin Petra Broistedt (links daneben).
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Starkes Team: Der Vorstand der Gesundheitsregion Göttingen/Südniedersachsen mit dem Vorsitzenden Prof. Wolfgang Brück (Mitte) und der Stellvertreterin und künftigen Oberbürgermeisterin Petra Broistedt (links daneben).

„Klimawandel und Gesundheit“ – ist der Titel für das Forum der Gesundhheitsregion Göttingen/Südniedersachsen am Freitag 1. Oktober, ab 14 Uhr in der Göttinger Lokhalle .

Göttingen - Das Thema ist dasselbe, wie 2020 vorgesehen, als die Veranstaltung coronabedingt ausfallen musste. „Das Thema war zu stark, um es fallen zu lassen“, sagt Dr. Corinna Morys-Wortmann, die Leiterin der Geschäftsstelle der Gesundheitsregion Göttingen/Südniedersachsen.

„Das Thema bleibt leider aktuell“, sagt Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) in seinem Grußwort. Dass dies so ist, bestätigt auch die Niedersächsische Gesundheitsministerin Daniela Behrens, die einen Einführungsvortrag zum Thema halten wird.

Herausgekommen ist zudem ein spannendes Programm mit Experten aus höchst unterschiedlichen Feldern: Prof. Stefan Neumann vom Tiermedizinischen Institut der Uni Göttingen wird über die weltweite Ausbreitung von Krankheitserregern berichten. Zoonose-Erreger wie Bakterien, Pilze, Viren und Parasiten können zwischen Menschen und Tieren übertragen werden. SARS-Cov2 und andere Pandemien haben gezeigt, dass wachsende Weltbevölkerung, globale Mobilität, intensive Nutztierhaltung und Industrie-Landwirtschaft die weltweite Ausbreitung vorantreiben. Der Übertragung von Erregern entgegenwirken will auch „One Health“. Wer beteiligt ist und wie das geschehen kann, darüber wird Neumann berichten.

Die generelle Veränderung unserer Lebensräume durch Klimawandel wird der Biologe Dr. Hannes Petrischak von der Heinz-Sielmann-Stiftung aufzeigen. Er sagt auch, welche Tiere ein Infektionsrisiko für Menschen darstellen, und wie der Klimawandel deren Ausbreitung verursacht, ja ermöglicht. Beispiele sind Zecken und Mücken.

Dr. Reinhard Koppenleitner ist Kinderarzt und im Vorstand der der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG). Er schildert die Szenarien, die aus dem Klimawandel für die Gesundheit der Menschen zu erwarten sind – und die Möglichkeiten dagegen etwas zu tun.

Neben den Referaten gibt es einen Markt der Möglichkeiten, eine Ausstellung von und mit Akteuren aus dem Gesundheitswesen oder solchen, die sich mit Fragestellungen zu Klima und Gesundheit beschäftigt haben, so auch die Grundschule Schoningen, das Referat für nachhaltige Stadtentwicklung der Stadt Göttingen, die Energieagentur, der ASC Göttingen, Health for Future, das Umweltbildungszentrum Gut Herbigshagen, die Fokus Milch GmbH und natürlich die Gesundheitsregion selbst.

Die Veranstaltung „6. Regionale Gesundheitskonferenz“ findet am Freitag unter Hygienebedingungen in der großen Lokhalle statt. (Thomas Kopietz)

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