Klinik spendet Ausrüstung: Ebola keine Angriffsfläche bieten

Voller Einsatz: Hauke Janssen von der Universitätsmedizin in Göttingen hilft Fachkräften in einem ghanaischen Krankenhaus beim Einkleiden mit den gespendeten Ebola-Schutzanzügen. Foto: privat/nh

Göttingen. Vorsorgen ist besser als nachsorgen: Die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) hat 70 Schutzanzüge und 300 Schutzmasken gegen Ebola an ihr Partnerkrankenhaus in Ghana gespendet.

Das kleine Fischerdorf Eikwe liegt in Westafrika, wo bereits seit Monaten eine Ebola-Epidemie wütet. Gerade in ländlichen Regionen ist die medizinische Versorgung nicht besonders gut, bis zur nächsten größeren Stadt fahren Dorfbewohner nicht selten 50 und mehr Kilometer. In Eikwe gibt es allerdings das St. Martin de Porres Hospital, in dem täglich etwa 200 Angestellte 650 und mehr Patienten betreuen.

Gut vorbereitet

„Da sich direkt neben dem Krankenhaus ein UN-Flüchtlingslager befindet, kann Ebola auch auf den Westen Ghanas überspringen“, erklärte Prof. Dr. Uwe Groß, Direktor des Instituts für Mikrobiologie. Daher sei es wichtig, das Krankenhaus gut auf mögliche Ebola-Fälle vorzubereiten.

Bereits vor Übergabe der Schutzkleidung hat Hauke Janssen, Anästhesiologe der UMG, die Mitarbeiter für den Umgang mit Patienten geschult, die hochansteckende Krankheiten haben. Außerdem hat er bei der Einrichtung von Isolierzimmern geholfen. Damit ist das Krankenhaus in Eikwe eines der wenigen in Ghana, das auf Ebola-Patienten eingestellt ist.

Bereits seit dem Jahr 1999 gibt es immer wieder Projekte der Universitätsmedizin Göttingen in dem ghanaischen Krankenhaus, seit 2012 besteht ein offizielles Kooperationsabkommen. „Da in Ghana keine Schutzausrüstung erhältlich ist, hat die UMG seinem Partnerkrankenhaus alles nötige zur Verfügung gestellt“, sagte Groß. (jap)

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