Erster Abschnitt ist 200 Meter lang

Klinikum-Kanalbau: Bohrer schafft den Durchbruch

Da ist er: Der Bohrkopf hat die Betonwand des Schachtes am Universitätsklinikum Göttingen durchbrochen. Er erste Teil des Kanalbauprojektes mit einer Länge von 200 Meter ist damit abgeschlossen. Foto: UMG/nh

Göttingen. Der Durchbruch ist geschafft. Der erste Abschnitt für den 1.210 Meter langen unterirdischen Entwässerungskanal für das Universitätsklinikum Göttingen, der quer durch die Nordstadt führen wird, ist fertig.

Heute hat der Bohrer die Betonwand zum Bohrschacht am Bettenhaus 1 des Universitätsklinikums durchbrochen. Der erste Bauabschnitt ist 200 Meter lang und reicht von der Baustelle vor dem Versorgungsgebäude (VER) bis zum Pumpwerk vor dem Bettenhaus 1.

Für den Tunnel zum Bettenhaus wurden 70 Rohre mit einem Innendurchmesser von 1,40 Metern benötigt. Es ist die kürzeste der drei Strecken für den neuen Entwässerungskanal der nach Westen verlaufen wird.

Nun stehen die Bohrarbeiten für den zweiten und längsten Abschnitt bevor. Dieser führt von der Baustelle auf dem Gelände des Universitätsklinikums bis zum Grünen Weg in der Nordstadt. Dafür muss die Rohrvortriebsmaschine eine Strecke von 650 Metern bewältigen. Hier kommt der größte Bohrkopf zum Einsatz: Er hat einen Durchmesser von 2,40 Metern.

Der neue Kanal ist notwendig, weil die Entwässerung bisher bergauf nach Weende zum Bereich Lutter verläuft und über riesige Pumpen ermöglicht werden muss. Ein Ausfall der Pumpen sorgte 2013 für eine bedrohliche Situation, die Pumpenschächte liefen voll, es drohte gar eine Flutung des Bettenhauses I und eine Evakuierung von Patienten.

Der neue Kanal ist auch eine Voraussetzung für die Neubauten des Uni-Klinikums, die im nächsten Jahr beginnen sollen. Zunächst wird das Bettenhaus I abgerissen und neu gebaut. Dazu wird ein neues Operationszentrum auf dem Gelände des jetzigen Überlaufteiches entstehen. (tko)

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