Hilfe im Katastrophengebiet

THW im Einsatz: Göttinger hilft nach Zyklon Idai in Mosambik

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In Mosambik: Jens-Olaf Knapp vom Ortsverband Göttingen des Technischen Hilfswerk (THW) baut Trinkwasserversorgung im Katastrophengebiet auf. 

Jens-Olaf Knapp aus dem Ortsverband Göttingen ist am Freitag zu einem Einsatz des Technischen Hilfswerks (THW) in die Katastrophenregion in Mosambik gestartet.

Der Einsatz erfolgt im Rahmen der EU-Katastrophenhilfe und soll vor allem für dringend benötigtes sauberes Trinkwasser sorgen.

Nach dem Zyklon Idai, der verheerende Zerstörungen angerichtet hat, wird Knapp als Teamleader der SEEWA, das heißt (Schnell-Einsatz-Einheit Wasser Ausland, den Einsatz der spezialisierten THW Einheit in Mosambik vorbereiten, damit dieser schnell und reibungslos beginnen kann, sobald die Ausstattung dort angekommen ist.

Das kommt aus einem Logistikzentrum des THW. Zwölf Tonnen Ausstattung werden von dort am Wochenende nach Mosambik gebracht. Zur Ausstattung gehört eine Camp-Ausrüstung für die Einsatzkräfte sowie Wasseraufbereitungsanlagen, die insgesamt 10.000 Liter Trinkwasser nach WHO-Standard pro Stunde aufbereiten können. Diese Module waren zuletzt nach der Hochwasserkatastrophe auf dem Balkan und nach dem Erdbeben in Nepal im Einsatz.

Die Vorbereitungen laufen in enger Abstimmung mit den lokalen Behörden, der Deutschen Botschaft und den vor Ort tätigen Hilfskräften statt.

Und was tun Knapp und Kollegen genau: Sie müssen laut THW „geeignete Rohwasserquellen identifizieren, logistische Fragen abstimmen und die Einschränkungen, die durch die zerstörte Infrastruktur Einfluss auf den Einsatz haben, berücksichtigen“.

Und: Geplant werden muss auch die Verteilung des aufbereiteten Trinkwassers.

Ein Vergleich: Der Wasserverbrauch in Deutschland beträgt pro Tag zwischen 90 und 130 Litern pro Person. In einem Katastrophengebiet kann die Tagesmenge auch bei nur 10 Litern pro Person und Tag liegen.

Im THW-Ortsverband Göttingen ist eine Fachgruppe Trinkwasserversorgung stationiert. Jens-Olaf Knapp ist Helfer in dieser Fachgruppe. Notwendige Qualifikationen für Auslandseinsätze werden an den Ausbildungszentren des THW geschult. Online-Lehrgänge der UN ergänzen diese Schulungen. Erst dann ist die Mitwirkung in der SEEWA möglich.

Weitere Informationen finden Sie auch im Internet auf der Seite des THW. 

Zu dem Thema: Zyklon „Idai“ forderte hunderte Tote in Südostafrika - bricht jetzt auch noch ein Damm?

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