Sanierung Studentenwohnheim Rote Straße/Burgstraße

Köhler soll und will im Streit zwischen Bewohnern und Studentenwerk vermitteln

Denkmalgeschützte Studentenwohnhäuser: In der Roten Straße müssen die Häuser – hier auf der linken Seite mit gelblichem Anstrich – generalsaniert werden. Bewohner wehren sich gegen die Pläne und Kostenberechnungen des Studentenwerks. Archivfoto: bsc

Göttingen. Um die Sanierung der Studentenwohnhäuser Rote Straße 1/Burgstraße 52 wird gestritten. Jetzt will Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler vermitteln.

Das Studentenwerk schlägt Köhler als Moderator in dem lange schwelenden Streit vor, der sich dazu bereiterklärt hat. Man hofft nun, dass die Bewohner auf den Vorschlag eingehen. Die Geschäftaführung habe schon vor geraumer Zeit den Bewohnern vorgeschlagen, einen externen Mediator oder Vermittler hinzuzuziehen. „Das Studentenwerk hält diesen Vorschlag immer noch aufrecht und unterstreicht damit, dass es an einer Eskalation der Situation kein Interesse hat“, schreibt das Geschäftsführende Vorstandsmitglied des Studentenwerkes, Prof. Jörg Magull. „Wie bedauern den Abbruch der Gespräche durch die Bewohner.“ Man rede über das Projekt seit zwei Jahren miteinander, heißt es.

Die genannten, denkmalgeschützten Häuser müssen nach 40-jähriger Nutzung generalsaniert werden. Das Sanierungskonzept sei mit den Bewohnern erarbeitet worden, so das Studentenwerk, das die Sanierungskosten nach Architektenkalkulationen auf etwa 5,5 Millionen Euro beziffert. Nach der Sanierung könnten 64 Studierenden in den Gebäuden wohnen.

Konkret geht es aber auch darum, wie viel Geld für die Sanierung auf die Mieten und Mieter umgelegt werden sollen. Drei Angebote liegen auf dem Tisch und seien den Bewohnern in der vergangenen Woche mitgeteilt worden.

Mit dem Inhalt und der Art und Weise der Information sind die Bewohner nicht einverstanden, protestierten deshalb in dieser Woche auch im Studentenwerkgebäude, dem Mensa-Foyer.

Für Montag, 13 Uhr, hat das Studentenwerk eine Pressekonferenz anberaumt. Bereits zwei Stunden früher, um 11 Uhr, laden die Bewohner zu einer Pressekonferenz ein. (tko)

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