Wirtschaftsempfang der Stadt

Köhlers Botschaft in der Lokhalle: Stadt Göttingen will kräftig investieren

Gute Stimmung: Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler analysierte in seiner Rede beim Wirtschaftsempfang der Stadt in der Lokhalle vor mehreren hundert Gästen die Lage. Und die ist gut, die Stadt finanziell in der Spur, sagte Köhler. Foto: Schröter

Göttingen. Vor vielen hundert Besuchern hat Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler am Dienstagabend beim Wirtschaftsempfang auch über die Vorhaben der Stadt gesprochen.

Göttingen. Vor vielen hundert Besuchern hat Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler am Dienstagabend beim Wirtschaftsempfang der Stadt in der Lokhalle ein positives Fazit zur wirtschaftlichen Lage gezogen.

„Fünf Jahre nach Abschluss des Zukunftsvertrages sind wir wieder in der Spur“, sagte Köhler. Das Innenministerium habe den Doppelhaushalt der Stadt genehmigt und bemerkt: „Die Stadt hat ihre dauernde Leistungsfähigkeit zurückgewonnen.“ Ein Zitat des Innenministers, das einem Ritterschlag gleichkomme, sagt Köhler stolz.

Wichtig für die Stadt und die Region sei auch die hervorragende konjunkturelle Lage mit entsprechend guten Gewerbesteuereinnahmen, wie Köhler sagte. Dritter Vater des Erfolges wären „wir selbst“. Denn die Stadt habe das Zukunftspaket mit den damit verbundenen Einsparungen geschnürt, die Bürger hätten es mitgetragen.

Fazit: Fünf Jahre vor Vertragsende sei der Zukunftsvertrag faktisch bereits beendet, sagte Köhler, der aber auch vor Übermut warnte – und somit davor, sich als Kommune wieder zu verheben. Gleichwohl könne die Stadt auch schon wieder mehr investieren: 2017 sind es 73 Millionen Euro. 2021 sollen es gar 150 Millionen sein.

Investitionen seien bitter nötig – die Infrastruktur vom Sparen rückständig. Schulen und Kulturgebäude seinen ein sichtbares Zeichen dafür.

Aber man dürfe auch nicht übermütig werden, denn eine gute Konjunktur bleibe nicht ewig, mahnte Köhler. 

Für Diskussionen sorgten natürlich die politischen (Un-)Verhältnisse in Hannover. So hängen viele Projekte, darunter auch die Sanierungen der Universitätskliniken, in Göttingen verbunden mit Neubauten, noch in der Pipeline. Die aktuelle Situation hat sozusagen die Rede Köhlers schon wieder überholt, denn Vorzeigeprojekte wie den Uni-Klinik Neubau und den Gesundheitscampus stehen vor großen Fragezeichen - nicht in der Grundsatzfrage, sondern in den Detailfragen, die nicht minder wichtig sind.

Die Landtags-Vizepräsidentin Gabriele Andretta (SPD) sagte, man müsse versuchen bis zur Auflösung des Landtags noch konstruktiv an Beschlüssen und Ausgestaltungen arbeiten, über Parteigrenzen hinweg.

Im Saal waren als Gäste des Wirtschaftsempfangs auch Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) und Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD). (tko)

Wirtschaftsempfang der Stadt Göttingen: Stelldichein in der Lokhalle

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.