Bruder von Prinz Charles, Ex-Mann von Sarah Ferguson

Königliche Visite: Prinz Andrew besucht Göttingen am Dienstag

Kommt nach Göttingen: Prinz Andrew besucht am 3. Juni die Universitätsstadt. Foto: dpa
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Kommt nach Göttingen: Prinz Andrew besucht am 3. Juni die Universitätsstadt.

Göttingen. Die Stadt Göttingen bekommt Besuch von der britischen Königsfamilie: Prinz Andrew (54), Bruder von Prinz Charles und Nummer fünf in der Thronfolge, kommt am Dienstag, 3. Juni, in die Universitätsstadt.

Hintergrund für den Besuch ist das 300. Jubiläum der sogenannten Personalunion: Ab 1714 war für mehr als 100 Jahre der König von Hannover gleichzeitig König von England. Aus diesem Anlass verlegt der britische Botschafter Simon McDonald seine jährliche Queen’s Birthday Party am 4. Juni von Berlin nach Schloss Herrenhausen in Hannover. Am Tag zuvor reist Prinz Andrew bereits nach Deutschland und besucht laut Stadtverwaltung unter anderem die Universität Göttingen.

Zur Person:

Prinz Andrew kam am 19. Februar 1960 als drittes Kind der britischen Königin Elisabeth und Prinz Philip zur Welt. Prinz Andrew, dem 1986 der Titel Duke of York verliehen wurde, steht laut Online-Lexikon Wikipedia zurzeit an fünfter Stelle in der britischen Thronfolge. Er wurde besonders durch seine Heirat und Scheidung von Sarah Ferguson, auch Fergie genannt, bekannt. Prinz Andrew diente in der Royal Navy und nahm am Falkland-Krieg teil.

Sie ist nach ihrem Gründer, dem Kurfürsten Georg August von Hannover, der zugleich als Georg II. König von Großbritannien war, benannt. Die Universität unterhält nach wie vor enge Verbindungen nach England. So gibt es Austauschprogramme mit den Universitäten Oxford und Edinburgh. Nach einer Begrüßung durch Präsidentin Prof. Dr. Ulrike Beisiegel wird Prinz Andrews Gelegenheit haben, in der Aula mit Studierenden und Wissenschaftlern zu sprechen. Dabei soll eine Gedenktafel zum 300. Jubiläum der Personalunion enthüllt werden.

Anschließend ist ein Gang durch das historische Gebäude der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen geplant. Dort wird ihm Dr. Helmut Rohlfing, Leiter der Abteilung Spezialsammlungen und Bestandserhaltung, im Heyne-Saal Originalwerke des britischen Wissenschaftlers Isaac Newton und in der Paulinerkirche eine Gutenberg-Bibel zeigen.

Im Alten Rathaus empfängt Oberbürgermeister Wolfgang Meyer den Herzog von York, der sich dann in das Goldene Buch der Stadt Göttingen einträgt. Einen genauen Zeitplan für den Besuch in Göttingen gibt es bislang nicht. (bsc)

Bilder aus dem Leben von Prinz Andrew

Bilder aus dem Leben von Prinz Andrew
Bilder aus dem Leben von Prinz Andrew © dpa
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Prinz Andrew: Zwei Tage in Niedersachsen

Göttingen/Hannover. Neben der Rückschau auf die deutsch-britischen Beziehungen anlässlich mehrerer historischer Jahrestage stehen besonders zukunftsorientierte Elemente im Fokus des Besuchs von Prinz Andrew am Dienstag und Mittwoch, 3. und 4. Juni, in Niedersachsen. So kommt der Herzog von York dabei mehrfach mit jungen Menschen zusammen, um Themen rund um Bildung und Ausbildung zu diskutieren.

Wie bei Großbritanniens Auftritt als Partnerland der CeBIT 2014 stehen die engen wirtschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern im Zentrum der Gespräche bei der Volkswagen AG und bei der Tui AG. Vor dem Besuch in Göttingen würdigt der Herzog von York am Dienstag, 3. Juni, durch eine Visite in Wolfsburg die engen Beziehungen zwischen Großbritannien und Volkswagen/Bentley in Vergangenheit und Gegenwart.

Er überreicht einer jungen Historikerin den Ivan Hirst-Preis, der an den britischen Offizier erinnert, der Volkswagen nach dem Zweiten Weltkrieg auf den Weg zu dem globalen Konzern gebracht hat, der Volkswagen heute ist. Nach einer kurzen Rundfahrt durch das Werk trifft er Auszubildende bei Volkswagen und Bentley, die ihm ihre praktischen beruflichen Fähigkeiten vorführen. Das Bentley Werk im englischen Crewe und das Volkswagen Werk Wolfsburg unterhalten ein Austauschprogramm, das den Transfer von Fertigkeiten ermöglicht.

Zum Abschluss präsentiert Volkswagen-Vorstandsmitglied Dr. Michael Macht einige Fahrzeugmodelle, der Herzog trägt sich ins Volkswagen-Gästebuch ein und gibt ein kurzes Statement ab. Nach dem Besuch in Göttingen reist Prinz Andrew noch am Dienstag nach Hannover weiter, um sich mit Oberbürgermeister Schostok zu einem privaten Abendessen zu treffen.

Am Mittwoch, 4. Juni, werden Ministerpräsident Stephan Weil und Museumsdirektorin Dr. Katja Lembke empfangen den Herzog zu einem Rundgang durch die Ausstellung „Hannovers Herrscher auf Englands Thron 1714 bis 1837“. Schüler aus der neunten Klasse der Wilhelm-Raabe-Schule erklären ihm einige ausgewählte Exponate. Bei seinem Besuch der Tui AG, die auch in Großbritannien Geschäftszweige hat, spricht der Herzog von York mit Thomas Ellerbeck und anderen Mitgliedern der Geschäftsführung sowie Management Trainees über die Karrierechancen und Herausforderungen in der Tourismus-Branche.

Zum Abschluss des Besuchs in Niedersachsen ist Prinz Andrew bei traditionellen Gartenparty zu Ehren des Geburtstags von Königin Elisabeth II. im Schloss Herrenhausen in Hannover dabei. Abschluss ist ein Zapfenstreich, der sogenannte Beating Retreat, durch die 1st Armoured Division der britischen Armee gemeinsam mit der 1. Panzerdivision der Bundeswehr. (bsc)

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