Staatsanwalt: Koks-Dealer soll sechs Jahre in Haft

Göttingen/Northeim. Nach acht Monaten Verhandlungsdauer geht der Prozess gegen zwei mutmaßliche Drogendealer vor dem Landgericht Göttingen jetzt auf das Ende zu. Am Mittwoch wurden die Plädoyers gehalten.

Die Staatsanwaltschaft forderte für den 31-jährigen Hauptangeklagten eine Freiheitsstrafe von sechseinhalb Jahren sowie die Unterbringung in einer Entziehungsanstalt. Außerdem sollten sein Pkw beschlagnahmt und sein Führerschein eingezogen werden. Für den 38-jährigen Mitangeklagten beantragte sie eine Freiheitsstraße von zwei Jahren ohne Bewährung.

Verfolgungsfahrt

Die Polizei hatte den aus dem Kosovo stammenden 31-Jährigen im Dezember 2010 nach einer Verfolgungsfahrt in Northeim festgenommen.

Dieser hatte zuvor auf dem Gelände eines Fast-Food-Lokals am Northeimer Autohof zwei Päckchen mit einem Kokaingemisch in Empfang genommen. Als Rauschgiftfahnder ihn festnehmen wollten, versuchte er mit seinem hoch motorisierten BMW zu fliehen und warf die Kokain-Pakete aus dem Fenster.

Für die Ermittler war es der größte Kokainfund des Jahres in Niedersachsen. Sein 38-jähriger Landsmann soll ihm den Kontakt zu einem Drogenhändler vermittelt haben, der Bezugsquellen für Rauschgift in Holland hatte.

Der Verteidiger des 31-Jährigen plädierte auf eine Freiheitsstrafe von nicht mehr als fünf Jahren sowie die Unterbringung in einer Entziehungsanstalt.

Der Verteidiger des 38-Jährigen beantragte eine Freiheitsstrafe von eineinhalb Jahren, die zur Bewährung ausgesetzt werden sollte. Das Gericht will sein Urteil Anfang Februar verkünden. (pid)

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