Kommentar zum Sartorius-Quartier: Auf neuen Wegen

Göttingen. Die Stadt Göttingen geht mit dem Sartorius-Konzern andere, vielversprechende Wege: Weit vor der B-Plan-Aufstellung gab es eine Bürger-Info.

Es geht um das Sartorius-Quartier, das 1898 bezogen und nun bis 2020 geräumt werden wird. Die Besonderheit: In der Sartorius-Chefetage will man das Gelände in attraktiver Lage nicht gewinnmaximierend verkaufen. Nein, Vorstandschef Kreuzburg bekennt sich zur Historie und zur Stadt. Er will die Wurzeln an der Weender Straße nicht einfach verscherbeln und verschütten. In der unstrukturierten Nordstadt soll ein neues Quartier entstehen und ein Zeichen gesetzt werden: Traditionelles wird bewahrt, Neues geschaffen.

Prima, dass den Anwohnern ein Plan nicht einfach vor die Stirn geknallt wird, dass sie früh eingebunden werden. Denn nur zu oft ist es in Göttingen anders gelaufen, und die oft berechtigte Protestwelle hat später mögliche Partner und Investoren hinweggespült. Es gilt nun auch, den Zweiflern die Skepsis zu nehmen – mit Transparenz und Ehrlichkeit. Der Anfang ist getan.

tko@hna.de 

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