Konfirmanden backen Brot für guten Zweck

Brot für Göttingen: Laura Uhlig und Paula Gut standen früh auf, buken Brot in der Bäckerei Thiele in Weende und verkauften die gut 100 Brote. Der Erlös fließt in eine Projekt in Ghana. Foto: Brüßler

Göttingen. Für einen guten Zweck Brot backen und verkaufen: Dafür standen neun Jugendliche aus der St. Petri Gemeinde um fünf Uhr morgens auf und produzierten per Hand etwa 100 Brote.

Die Einnahmen aus dem Verkauf fließen in ein Bildungsprojekt in Ghana. Einen Tag nicht in die Schule gehen und Gutes tun: Diese Chance nutzten zehn Konfirmanden der Sankt Petri-Gemeinde in Weende. Die 13-Jährigen mussten dafür aber auch einiges leisten.

Um 5.30 Uhr ging es in der Backstube der Bäckerei Thiele mit dem Brotbacken los. Teig portionieren, kneten, formen und in den Ofen schieben – denn schon ab neun Uhr sollte das Brot vor der St.Petri Kirche verkauft werden. Trotz niedriger Temperaturen bauten die Konfirmanden sogar noch einen Straßenstand auf und verkauften das Brot an vorbeifahrende Autofahrer. Die restlichen Brote sollten im Gottesdienst am Sonntag an die Kunden gebracht werden.

Was wie ein berufspraktischer Tag klingt, ist eine freiwillige Aktion der Konfirmanden. Mit dem Verkaufserlös wird das Ausbildungsprojekt „Opportunities Industrialization Centre“ in Kumasi (Ghana) unterstützt.

„Brot für die Welt“ hatte die „5000-Brote-Aktion“ angestoßen, die von Erntedank bis zum ersten Advent deutschlandweit stattfand. „Den Erlös des Brotverkaufs, etwa 1000 Euro, werden wir nach Ghana spenden, darauf können wir stolz sein“, sagte Diakon Uwe Wendelborn.

Etwa die Hälfte der Konfirmanden beteiligte sich an der Aktion – so auch Laura Uhlig und Paula Gut. „Die Leute waren schon erstaunt, dass wir das Brot selbst gebacken haben“, sagt Paula. „Wir haben zwischen zwei und fünf Minuten pro Brot gebraucht. Der Bäcker produziert 140 Brote in zehn Minuten“, ergänzte Laura. Erst wollten die beiden Jugendlichen eigentlich nur beim Backen helfen, dann steckte sie aber die Energie der Gruppe an, und sie machten auch beim Verkauf mit.

„Ich wollte sehr gerne hier mitmachen, mir ist klar, dass man die Welt damit nicht bewegen kann, aber jedes bisschen hilft, denke ich“, sagte Laura. Und nebenbei bekam sie Einblicke in die Abläufe in einer Bäckerei. Wann hat man schon mal die Gelegenheit dazu?“, bekräftigt Paula. „Es ist schade, dass es so etwas nicht in der Schule gibt.“

Groß war die Unterstützung der Bäckerei Thiele. Sie stellte Material und Geräte, hatte sogar noch eine Überraschung vorbereitet: Nach einer Führung durch die Backstube und dem Backen der Brote bekamen die Konfirmanden eine Pappschablone und Mehl, womit sie Kreuze auf die Brote stäuben und individuelle Brote herstellen konnten. (zli)

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