Verantwortung für Region

FDP-Politiker Konstantin Kuhle eröffnet Wahlkreis-Büro in Göttingen

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Das Göttinger Wahlkreis-Team der FDP (von links): Daniela Hühold, Tjark Thönßen, Konstantin Kuhle, Mareike Röckendorf, Johann Gerlieb (verdeckt) und MdB a.D. Thorsten Wolfgramm.

Göttingen. Konstantin Kuhle gehört zu den Aufsteigern der noch jungen Legislaturperiode im Deutschen Bundestag. Jetzt eröffnete er sein Wahlkreis-Büro in Göttingen. 

Als Sprecher der Jungen Gruppe der FDP-Bundestagsfraktion und Mitglied des Bundesvorstands seiner Partei trägt er bereits Verantwortung. Bei der Eröffnung seines Wahlkreisbüros betonte Kuhle jedoch vor allem seine Verantwortung für die Region.

Ein Wahlkreisbüro vor Ort sei „unerlässlich. Das braucht man auf jeden Fall“, sagt Kuhle im Gespräch mit der HNA. Die Themen, die die Menschen an der Basis bewegten, seien oft andere, als die in der breiten Öffentlichkeit diskutierten. „Das findet man heraus, wenn man mit den Menschen spricht“, betont Kuhle, der im September als Direktkandidat für den Wahlkreis 53 (Göttingen) bei der Bundestagswahl angetreten ist.

Senkrechtstarter

Über Platz sechs der niedersächsischen Landesliste schaffte es der 28-Jährige in den Bundestag. Kuhle ist so etwas wie ein Schnellstarter. Bereits 2009 – mit 20 Jahren – war Kandidat bei den Wahlen zum Europäischen Parlament; 2015 wurde er Mitglied des FDP-Bundesvorstands. Und seit 2014 ist er Bundesvorsitzender der Jungen Liberalen.

Dieses Amt wird er ab dem Frühling jedoch nicht mehr übernehmen. „Die Jungen Liberalen nehmen für sich in Anspruch ein konstruktiv kritisches Verhältnis zur FDP zu haben. Das ist mit meinem Mandat als Mitglied der Bundestagsfraktion nicht vereinbar“, erklärt Kuhle.

Im Parlament hat der politische Senkrechtstarter andere Aufgaben. Er vertritt die FDP im Innenausschuss und im Ausschuss für Angelegenheiten der Europäischen Union. Zwei Politikfelder, die Kuhle am Herzen liegen. Gerade in der Innenpolitik kann er auch konkret etwas für die Menschen tun, die er im Bundestag vertritt.

Ausschuss-Arbeit

Dazu gehört nicht nur der Wahlkreis Göttingen, wie der im Landkreis Northeim aufgewachsene Rechtsanwalt erläutert. Zu seinen „Betreuungsgebieten“ gehören etwa auch der Landkreis Northeim, der Landkreis Holzminden oder der Landkreis Uelzen. Kuhle will sich im Innenausschuss dafür einsetzen, dass der Standort der Bundespolizei in Duderstadt, die Polizeiakademie in Hann. Münden oder die Landesaufnahmeeinrichtung in Friedland von der finanziellen Stärkung der Sicherheitsbehörden profitieren.

International ist Kuhle als eindeutiger Pro-Europäer für eine enge Zusammenarbeit mit Frankreich und eine Stärkung des europäischen Projekts. „Ich finde die Vorschläge Macrons bedürfen einer Antwort“, sagt Kuhle.

Ob er sich vorstellen kann, in einem dieser beiden Politikfelder mal ein Ministeramt zu übernehmen? „Das wäre vermessen. Jetzt muss ich erst einmal den Job erledigen, den ich habe.“

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