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Konzept der Sparkasse Göttingen: Überall-Beratung stärkt Bankfilialen

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Von: Bernd Schlegel

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Überall-Beratung bei der Sparkasse Göttingen in der Praxis: Auszubildende Alessa Bruns sitzt an einem neu gestalteten Arbeitsplatz.
Überall-Beratung bei der Sparkasse Göttingen in der Praxis: Auszubildende Alessa Bruns sitzt an einem neu gestalteten Arbeitsplatz. (Archivfoto) © Bernd Schlegel

Banken und Sparkassen müssen aus Kostengründen an die Reduzierung von Standorten denken. Die Sparkasse Göttingen hat ein Konzept entwickelt, um Standorte gezielt zu stärken.

Göttingen – In neun von 27 Filialen hat das Institut die sogenannte „Überall-Beratung“ eingeführt. 110 Mitarbeiter sind darin inzwischen eingebunden, berichtete die Sparkasse (insgesamt 700 Mitarbeiter) bei der Vorstellung ihrer Jahreszahlen. Dabei übernehmen die Bank-Beschäftigten neben dem Dienst in der Filiale zusätzliche Aufgaben.

Der Kunde erreicht bei dem System immer seinen „eigenen“ Berater – egal ob über Telefon, Internet-Anwendungen oder persönlich. Die Sparkasse Göttingen setzt dabei auf ein vernetztes und personalisiertes Beratungsangebot. Der Vorteil für die Filialen: Da Mitarbeiter durch das Konzept zusätzliche Kunden betreuen und dadurch die Rentabilität ihrer Geschäftsstelle steigern können.

Bereits seit 2019 testete die Sparkasse das Konzept mit ausgewählten Kunden und Mitarbeitern. Inzwischen wurde es in den Filialen Hann. Münden, Reinhausen sowie an sieben Standorten in Göttingen (Hauptstelle, Grone, Weende, Klinikum, S-Sport, Planckstraße und Geismar) umgesetzt. Weitere Filialen könnten folgen. Für das Konzept haben sich inzwischen bereits andere Kreditinstitute interessiert. Auf Basis des Erfahrungsschatzes wurde zudem ein besonderes Büromöbel entwickelt. Es bietet einen optimalen Rundum-Schall- und Sichtschutz und macht eine ungestörte Kommunikation mit dem Kunden, zum Beispiel per Video oder Telefon, möglich. Dabei sind alle Bankgeschäfte vom Girokonto bis zur Wertpapieranlage möglich. Alle Arbeitsplätze sind mit Multimedia-Technik ausgerüstet.

Um den Kontakt zwischen Kunden und Beratern noch weiter zu verbessern, kann man inzwischen über ein Portal seinen Ansprechpartner fürs „digitale Dating“ aussuchen. Im Mittelpunkt stehen zehn Fragen, die von den Kunden im Vorfeld beantwortet werden. Diese werden mit vorhandenen Berater-Profilen abgeglichen. Dadurch erhofft sich die Sparkasse „maßgeschneiderte, besonders angenehme und nachhaltige“ Kundenbeziehungen. (Bernd Schlegel)

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