Konzert: Zwölf Tenöre überzeugten mit vielen Klangfarben

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Zwölfmal Charme: „The 12 Tenors“ begeisterten mit ihren „Greatest Hits“ knapp 500 Besucher in der Göttinger Stadthalle.

Göttingen. Mit stehendem Beifall bedankten sich knapp begeisterte 500 Besucher in der Stadthalle Göttingen bei zwölf jungen Männern aus Deutschland, Österreich, Polen, England, Schottland, Irland, Kanada und Australien.

„The 12 Tenors“ hatten in zweieinhalb Stunden Musik aus allen Stilrichtungen dargeboten, so dass für jeden etwas dabei war: „Mein kleiner grüner Kaktus“, die Arie „Nessun Dorma“ aus der Puccini-Oper „Turandot“, mehrere Titel von Michael Jackson, „Hallelujah“ von Leonard Cohen, „Good Vibrations“, „Only You“ von „Flying Pickets“, „Kalinka, „Volare“, und ein James-Bond-Medley. Sehr geschickt wurden die verschiedenen Klangfarben der zwölf Tenor-Stimmen bei der Verteilung der Soli eingesetzt, von schlank und zart bis röhrig-rockig. Hinzu kamen die abwechslungsreichen Arrangements. Auch die Choreographien und die gespielten Neckereien und Eifersüchteleien trugen dazu bei, das Publikum mitzureißen.

Die hervorragende kleine Live-Band bestand aus Edgar Wiersocki (Piano und musikalische Leitung), Krzysztof Zurad (Schlagzeug) und Ryan Jones (Keyboard). Aber auch a Cappella, also ohne Instrumentalbegleitung, überzeugten die zwölf Tenöre.

Die Besucher ließen sich nicht zweimal bitten, bei „Delilah“ mitzusingen. Ebenso begeistert machten sie beim 80er-Jahre-Medley und beim Rock-Medley mit. Spaßmotor war Alexander Herzog aus Hamburg, der selbstironisch mit seiner Körperfülle umging.

Flirts mit den Damen

Zum Programm gehörten auch Flirts der durchweg charmanten Sänger mit Damen in den ersten Reihen. Als bei der Zugabe „You Can Leave Your Hat on“ (Den Hut kannst du anbehalten) der gut gebaute Johannes Halbig aus dem Allgäu einen halben Striptease hinlegte, kannte der Jubel keine Grenzen.

Etliche Besucher waren „Wiederholungstäter“ und ließen sich am Künstlerausgang Autogramme geben, bevor der Sängerbus nicht mal eine halbe Stunde nach der zweiten Zugabe „Time to say Goodbye“ in Richtung Saarbrücken abfuhr. Da war die Bühnenausstattung noch längst nicht abgebaut. Sie fuhr in einem zweiten Wagen hinterher.

Auf der viermonatigen Greatest-Hit-Tour treten die zwölf Tenöre fast jeden Abend auf, überwiegend in Deutschland, aber auch in Luxemburg, Sankt Petersburg, Moskau und in drei Städten in Polen.

Wie bleibt man bei so vielen Auftritten bei Stimme, fragte die Reporterin Chris Dixon aus Großbritannien und Simon Loughton aus Australien. „Viel Wasser trinken und nicht schreien“, lautete die prompte Antwort. www.12-tenors.com

The 12 Tenors in der Stadthalle

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