Kooperation mit Vereinen: Mehr Sportangebote für Kästner-Schüler

Ausgezeichnet: Wolfgang Kück von der niidersächsischen Landesschulbehörde (links) und Klaus Brüggemeyer, Geschäftsführer des Stadtsportbundes Göttingen (rechts) überreichten Schulleiter Sebastian Staender und seiner Kollegin Sabrina Bonnemann die Auszeichnung „sportfreundliche Schule“.

Göttingen. Freude herrschte in der Erich Kästner-Schule in Göttingen-Grone. Die Grundschule wurde von der Landesschulbehörde für die kommenden drei Jahre als „sportfreundliche Schule“ ausgezeichnet.

Mehr als 95 Prozent aller 142 Schüler der Erich Kästner-Schule haben einen Migrationshintergrund. „Da ist ein großes Sportangebot in der Schule ganz besonders wichtig, weil die wenigsten unserer Eltern ihre Kinder in einen Sportverein schicken“, sagt Schulleiter Sebastian Staender. Nur etwa zehn Prozent der Kinder mit Migrationshintergrund seien in einem Verein aktiv. „Und gerade in diesem Alter ist Sport enorm wichtig“, so Staender.

Um einem Bewegungsmangel der Schüler entgegen zu wirken, haben der Schulleiter und sein Kollegium Sport zu einem Schwerpunkte gemacht im täglichen Geschäft gemacht. „Neben dem normalen Sportunterricht gibt es Fußball-, Basketball-, Lauf- und Tanz-AGs und im Rahmen der Ganztagsschule bieten wir außerdem Ballspiele, Yoga, Rugby, Hip Hop, Ringen und Fahrrad-Turniere an“, sagt Staender. Kooperationen mit der BG Göttingen, die einmal pro Jahr einige Profi-Basketballer an die Schule entsendet, dem VfL Wolfsburg sowie dem FC und dem MTV Grone hätten sich bestens bewährt. „Außerdem bekommen die Schüler jeden Tag frisches Bio-Obst und alle kommen zu Fuß zur Schule“, so Staender.

„Sie haben hier ein tolles Konzept mit viel Bewegung auch in den Pausen und außerhalb des Sportunterrichts“, betonte Wolfgang Kück von der niedersächsischen Landesschulbehörde, der Urkunde und Plakette überreichte. Die Auszeichnung „sportfreundliche Schule“ habe das Land als Reaktion auf den zunehmenden Fitnessmangel von Schülern íns Leben gerufen.

„Zu wenig Bewegung hat auch zur Folge, dass es immer mehr übergewichtige Kinder gibt“, so Kück. Es sei zwar generell Aufgabe der Eltern, sich um die Gesundheit und Fitness ihrer Kinder zu kümmern.

Aber gerade seit Einführung der Ganztagsschule stelle aber auch die Schule diesbezüglich einen „ganz wichtigen Faktor“ dar. „Und die Erich Kästner-Schule ist ganz bestimmt keine Sitzschule“, lobte Kück. (per)

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