Uni kooperiert mit Stiftungen: Initiative zum Widerstandskämpfer von Trott

Die Initiatoren der Kooperation: Prof. Arnulf Quadt (von links) , Prof. Andreas Busch, Thomas Oppermann, Prof. Dr. Ulrike Beisiegel, Verena Onken von Trott und Stiftungs-Vorsitzender Prof. Roland Merten. Foto: Leissa

Mit der Initiative „Widerstand - Demokratie - Internationalität" wollen die Uni Göttingen, die Stiftung Adam von Trott Imshausen und Thomas Oppermann, Göttingens SPD-Bundestagsabgeordneter, des Widerstandskämpfers Adam von Trott zu Solz gedenken und einen Bezug für die Göttinger Studierenden herstellen.

Wir klären die wichtigsten Fragen:

Wer war Adam von Trott zu Solz? 

Adam von Trott zu Solz (1904 - 1944) war ein deutscher Jurist und Diplomat, der sich gegen das nationalsozialistische Regime aussprach und sich ab 1939 für dessen Sturz einsetzte. Er schloss sich der Widerstandsbewegung Kreisauer Kreis an und war an dem gescheiterten Attentat auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944 beteiligt.

Was möchte die Initiative erreichen? 

Die Kooperation möchte Adam von Trott und seine Prinzipien bekannter machen. Dafür planen die Initiatoren gemeinsame Aktivitäten für Wissenschaftler und Laien, vor allem für junge Erwachsene.In diesem Zusammenhang soll Adam von Trott als Absolvent der Uni Göttingen und die Stiftung bei Imshausen bekannter gemacht werden.

Wie wird das konkret umgesetzt? 

Mit Forschung, Lehre und Öffentlichkeitsarbeit zu den Themen Widerstand, Demokratie und Internationalität, auch anhand des Lebens und Wirkens von Adam von Trott. Konkret sind unter anderem Studenten-Werkstätten und Vorlesungen an der Uni sowie Fach-Vorträge in der Tagungsstätte der Stiftung geplant.

Wie kamen die Initiatoren zueinander? 

Die Kooperation mit dem Göttinger SPD-Bundestagsabgeordneten Thomas Oppermann erklärte dieser mit Gesprächen zwischen ihm und den Göttinger Professoren Arnulf Quadt und Andreas Busch. Sie stärkten sein Interesse an dem Widerstandskämpfer und schufen eine Brücke zur Kooperation. 

Was kostet das Kooperationsvorhaben? 

Die Initiative bekommt fünf Millionen Euro von der Bundesrepublik Deutschland. Mit drei Millionen Euro werden das ehemalige Herrenhaus der Familie von Trott und die Begegnungsstätte Visser’t Hooft-Haus in Imshausen renoviert.

Zudem soll das Herrenhaus zu einem Tagungszentrum ungebaut werden. Zwei Millionen Euro fließen in Veranstaltungen sowie in die Forschung der Uni Göttingen und der Stiftung.

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