Göttingen-Weende

Kran dreht sich über Klinik - Am Evangelischen Krankenhaus entsteht Neubau

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Der Kran dreht sich: In den kommenden Jahren entsteht am Evangelischen Krankenhaus Weende ein Neubau, in dem unter anderem die Abteilung Pneumologie vom Außenstandort Lenglern einziehen wird.

Am Evangelischen Krankenhaus Göttingen-Weende im Norden der Uni-Stadt starten die Bauarbeiten für ein neues Klinikgebäude.

In den kommenden Jahren entsteht ein Gebäude, in das unter anderem die Abteilung Pneumologie vom Außenstandort Lenglern des Krankenhauses mit mehr als 100 Betten einzieht.

Masterplan für das Evangelische Krankenhaus Göttingen-Weende: So soll das Klinikgelände in einigen Jahren aussehen.

Im Sommer 2019 wurde altes Haus 3 abgerissen

26,6 Millionen Euro Fördergelder sind durch das Niedersächsische Sozialministerium genehmigt, weitere 10,8 Millionen Euro beantragt. Im vergangenen Sommer wurde das alte Haus 3 abgerissen, danach haben die vorbereitenden Maßnahmen für den Bau des neuen Hauses 3 begonnen.

In dieser Woche wurden die ersten Teile für einen 55 Meter hohen Drehkran angeliefert. Sieben Lastwagen brachten die bis zu zwölf Meter langen Teile. Ein Autokran hob diese auf die Baustelle, wo sie sofort montiert wurden.

Ab Februar zweiter Kran - Hubschrauberplatz wird verlegt

Zunächst wurde der Hauptträger aufgebaut, danach Ausleger, Gegenausleger und Führerhaus des 50 Tonnen schweren Krans angebracht. Für diese Arbeiten zeichnet sich eine Spezialfirma aus Erfurt verantwortlich. Zuvor hatte ein Statiker seine Freigabe erteilt. Er hatte überprüft, dass die Betonplatte richtig ausgehärtet war. Im Februar folgt ein zweiter Kran. Der Hubschrauberlandeplatz des Krankenhauses wird dafür auf die Südseite des Verwaltungsgebäudes verlegt.

Auf Baustellen-Webcams kann man die Arbeiten verfolgen

Im November hatten bereits die Arbeiten auf dem Baufeld begonnen. Mit zwei großen Drehbohrgeräten werden Bohrpfahlwände eingesetzt. Die insgesamt 335 gebohrten Löcher sind zwischen sieben und zwölf Meter tief und haben einen Durchmesser von 88 Zentimetern.

Die Bohrungen werden mit einer speziellen Beton-Flüssigkeit gefüllt und zusammen mit einem vorgefertigten Bewehrungskorb aus Baustahl eingebracht. 51 Tonnen Stahl und 3000 Kubikmeter Beton wurden dafür benötigt. Diese Konstruktion kompensiert den Erddruck und dichtet das Bohrloch ab – auch gegen Grundwasser. 

Die nebenstehenden Gebäude werden so gegen Absackungen geschützt, was durch die Nähe zum Bach Lutter notwendig ist. Ab Anfang kommender Woche wird die Baugrube ausgehoben und später die Bodenplatte gegossen. Auf zwei Baustellen-Webcams kann das Baugeschehen aktuell verfolgt werden unter ekweende.de/baustellenkameras.

Evangelisches Krankenhaus soll weiter wachsen

Derzeit stehen dem Evangelischen Krankenhaus Weende etwa 40 000 Quadratmeter Klinikfläche für 411 Betten zur Verfügung. Im ersten jetzt beginnenden Abschnitt soll diese Nutzfläche auf 48 000 Quadratmeter und fast 500 Betten in Göttingen anwachsen. In den kommenden Jahrzehnten ist vorgesehen, die Klinikfläche auf insgesamt 97 000 Quadratmeter zu erhöhen. 

Dazu sollen geschlossene Zeilenbauten entstehen, die die bestehende Struktur aufnehmen und dabei gleichzeitig bestehende Baulücken schließen. Die Gebäude werden nach und nach entstehen, damit das Krankenhaus ständig in Betrieb sein und seine Aufgaben erfüllen kann.

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