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Krankheitsfälle: Mehrere Metronom-Verbindungen fielen am Tag vor Heiligabend aus

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Von: Bernd Schlegel

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Der Metronom: Dieser Zug ist im Nahverkehr in Südniedersachsen unverzichtbar. Am Tag vor Heiligabend fielen mehrere Verbindungen aus. (Symbolbild)
Der Metronom: Dieser Zug ist im Nahverkehr in Südniedersachsen unverzichtbar. Die Preise für die Tickets im Verkehrsverbund der Region bleiben bis Ende kommenden Jahres unverändert. (Symbolbild) © Ole Spata/dpa

Viele Metronom-Kunden hatten am Freitag (23.12.2022) Probleme. Gleich mehrere Zugverbindungen zwischen Südniedersachsen und Hannover fielen wegen zahlreicher Krankheitsfälle aus.

Göttingen - Kunden, die am Freitag (23.12.2022) mit dem Metronom zwischen Südniedersachsen und Hannover unterwegs sein wollen, hatten zeitweise Probleme, da Verbindungen ausfielen. Andere Züge hatten so große Verspätung, dass sie in Hannover bereits wieder umkehrten mussten und nicht in Richtung Uelzen weiterführen, wie Fahrgäste gegenüber dieser Zeitung berichteten.

Für die Metronom-Züge, die unterwegs waren, hieß dies: Es war kaum ein Platz in den Waggons zu finden. Ganz schwierig war die Situation für Kunden, die ein Fahrrad dabei hatten. Es war nur mit Schwierigkeiten unterzubringen.

Metronom: Zahlreiche Krankheitsfälle

„Die jahreszeittypische Krankheitswelle hat Metronom leider nach wie vor fest in ihrem Griff: Je nach weiterer Entwicklung des Infektionsgeschehens geht das Unternehmen aktuell davon aus, dass der stark erhöhte Krankenstand die bestehenden Personalengpässe über die kommenden Weihnachtsfeiertage bis in das neue Jahr 2023 hinein weiter verstärken könnte“, heißt es zur aktuellen Situation von dem Eisenbahnunternehmen aus Uelzen. Als Folge sei leider weiterhin mit kurzfristigen zusätzlichen Zugausfällen auf allen Metronom-Linien zu rechnen.

So wie ganz Deutschland erlebe auch Metronom eine „beispiellose Krankheitswelle“ in diesem dritten Pandemiewinter. „Da sich das Krankheits- und Infektionsgeschehen rund um die Corona-Pandemie, die Grippe oder das RS-Virus erfahrungsgemäß sehr dynamisch verhält, kann Metronom leider nicht prognostizieren, wie viele Kollegen tagesaktuell jeweils wieder einsatzfähig sein werden, bei wie vielen Symptome noch weiter anhalten oder wie viele neue Krankmeldungen in den kommenden Tagen noch hinzukommen werden. Derzeitig sind immer noch deutlich über zehn Prozent der Lokführer krankgemeldet“, heißt es weiter.

Natürlich werde dennoch mit Hochdruck daran gearbeitet, die krankheitsbedingten offenen Schichten kurzfristig nachzubesetzen, heißt es von dem Anbieter weiter. Ein Metronom-Sprecher: „Aufgrund der diesbezüglichen tagesaktuellen Planung lässt sich jedoch im Voraus nicht vorhersagen, welche Verbindungen konkret aufgrund des Personalengpasses ausfallen werden. Es können im gesamten Netz auf allen Strecken Verbindungen entfallen.“

Verbindungen vor Fahrantritt prüfen

Fahrgäste werden deshalb gebeten, sich jeweils vor Reiseantritt zu möglichen Verbindungen über die digitale DB-Fahrplanauskunft auf bahn.de zu informieren, generell mehr Zeit einzuplanen und alternative Reisemöglichkeiten zu prüfen. Metronom weist darauf hin, dass es aufgrund der „Kurzfristigkeit im Einzelfall dazu kommen kann, dass nicht alle Zugausfälle rechtzeitig und vollständig in dem elektronischen Auskunftsmedium angezeigt werden“. Und abschließend: „Metronom st sich bewusst, dass die derzeitige Situation eine Belastung für die Fahrgäste ist und entschuldigt sich für die Unannehmlichkeiten.“

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