Gesellschaft für bedrohte Völker ruft zur Aktion auf

Kranzniederlegung für verstorbenen Günter Grass am „Butt“

Grass-Denkmal: Der „Butt in der Hand“ vor der Alten Universitätsbibliothek und Paulinerkirche. Foto: Kopietz

Göttingen. Vor der altehrwürdigen Paulinerkirche in der Göttinger Innenstadt erinnert eine Statue an Günter Grass: der „Butt in der Hand“ heißt das Kunstwerk.

Zur Erinnerung an den am Montagmorgen verstorbenen Literatur-Nobelpreisträger wird am Mittwoch, 15. April, um 17 Uhr dort ein Kranz niedergelegt.

Aufgerufen zu der öffentlichen Aktion hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV), die ihren Sitz in Göttingen hat und die damit noch einmal den „Menschenrechtler Günter Grass“ ehren will, wie der Generalsekretär und Gründer Tilman Zülch sagt.

„Günter Grass zögerte nicht gerade den bedrängten Minderheiten und Volksgruppen seine wortgewaltige Stimme zu geben, von denen keiner spricht. Dafür sind wir ihm sehr dankbar“, betont Zülch.

So sei Grass Fürsprecher der 1968 von Völkermord bedrohten Ibo in Biafra gewesen. Grass habe sich auch gegen Verbrechen der russischen Armee an der tschetschenischen Zivilbevölkerung engagiert und sich für die Kurden und speziell für die Sinti und Roma eingesetzt. Den Kranz am „Butt“ werden Mitarbeiter der GfbV niederlegen.

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