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Göttingen: 2,1 Millionen Euro für Krebsforschung

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Von: Thomas Kopietz

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Krebsforscher an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) werden finanziell weiter intensiv gefördert. 2,1 Millionen Euro fließen in zwei Arbeitsgruppen.

Göttingen – 2,1 Millionen Euro fließen von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) in das Projekt, an dem in der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) zwei Arbeitsgruppen um Prof. Holger Bastians (Institut für Molekulare Onkologie) und Prof. Bernd Wollnik (Institut für Humangenetik).

Die Forschungsgruppe 2800 „Chromosomen-Instabilität: Wechselwirkungen von DNA-Replikationsstress und mitotischer Fehlfunktion“ untersucht die molekularen Mechanismen von Chromosomenveränderungen, um so auch neue Therapieansätze für die Behandlung von Krebs zu ermöglichen.

2,1 Millionen Euro fließen nach Göttingen in die Ursachenforschung bei Krebs

Ein Hauptkennzeichen von Krebs sind fortwährende Veränderungen des Genoms, dem Erbgut der Zellen. Diese Veränderungen betreffen sowohl kleinere Abschnitte als auch ganze Chromosomen. Genau diese genetischen Veränderungen tragen direkt zur Weiterentwicklung von Krebs zu aggressiven Formen und zur Metastasierung von Tumoren bei.

Prof. Holger Bastians, Porträtfoto
Prof. Holger Bastians, Krebsforscher an der Universitätmedizin Göttingen (UMG) © UMG

Wie kommen jedoch diese ständigen Chromosomenveränderungen, die sogenannten Chromosomen-Instabilitäten, zustande? Wie können diese möglicherweise gestoppt werden? Das sind Fragen, die bisher wenig verstanden sind.

Genomveränderungen und der Zusammenhang mit Krebs

Ziel der Forschungsgruppe 2800 ist es, zu untersuchen, inwieweit Fehler bei der Verdopplung des Genoms mit Fehlern bei der DNA-Verteilung auf zwei Tochterzellen während der Zellteilung zusammenhängen, um fortwährende Genomveränderungen zu verursachen.

Dabei setze man in der UMG gezielt auf Zusammenarbeit mit anderen führenden Wissenschaftlern des Forschungsfelds der Genom-Instabilität. „Zusammen bringen wir den erforderlichen wissenschaftlichen Hintergrund und die notwendigen Expertisen mit, um diese überaus wichtige und spannende Fragestellung zu beantworten“, sagt der Sprecher der Forschungsgruppe, UMG-Professor Holger Bastians. (Thomas Kopietz)

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