Göttingen: Kreis sammelt Ideen für starke Familien

Arbeit der Zentren in Göttingen wird für eine Million Euro weiter ausgebaut

Startschuss: Kreisrat Marcel Riethig (von links), die beiden Familienzentrum-Koordinatorinnen Birgit Kepke-Hartwig und Mareike Kumm sowie Sigrid Jacobi, Vorsitzende des Kreisjugendhilfeausschusses, stellten im Kreishaus die Aktion Ideenpool vor.
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Startschuss: Kreisrat Marcel Riethig (von links), die beiden Familienzentrum-Koordinatorinnen Birgit Kepke-Hartwig und Mareike Kumm sowie Sigrid Jacobi, Vorsitzende des Kreisjugendhilfeausschusses, stellten im Kreishaus die Aktion Ideenpool vor.

Der Landkreis Göttingen investiert jedes Jahr rund eine Million Euro in den Auf- und Ausbau sowie den Betrieb von Familienzentren für Eltern und Kinder für Begegnung, Bildung und Beratung.

Göttingen – Mit der Eröffnung von entsprechenden Einrichtungen in der Samtgemeinde Hattorf und der Gemeinde Walkenried gibt es seit diesem Monat 18 Familienzentren im Kreisgebiet und damit eines in jeder Gemeinde.

„Der flächendeckende Ausbau der Familienzentren ist ein wichtiger Meilenstein unsere Präventionsstrategie“, betont Kreisrat Marcel Riethig. „Wir wollen Familien Mut machen, sie stärken und damit beste Startchancen für Kinder gewährleisten. Weil es in der heutigen Gesellschaft immer mehr „soziale Problemlagen“ gebe, komme es gerade in der Jugendhilfe seit Jahren zu enormen Kostensteigerungen. „Unser Ziel ist es, den Sozialstaat vom Kopf auf die Füße zu stellen und so früh wie irgend möglich zu helfen“, so der Kreisrat. Schließlich sei frühe Hilfe auch eine besonders wirksame Hilfe.

Die 18 Familienzentren des Landkreises (darunter auch die in Hann. Münden und Landwehrhagen) unterstützen Familien im ganz normalen Alltag sowie auch und gerade dann, wenn es mal schwierig ist oder nicht alles rund läuft. Sie bieten nach Bedarf wohnort- und lebensnahe Beratungsangebote zu Themen wie kindliche Entwicklung, Gesundheit, Erziehung, Trennung und Scheidung, Schulden, Ernährung und vieles mehr. „Dabei ist es ganz egal, ob der Schuh wirklich drückt oder ob Familien einfach nur mal ins Gespräch mit anderen Eltern, Kindern und Familien kommen wollen“, betont Mareike Kumm, die die Familienzentren zusammen mit Birgit Kepke-Hartwig koordiniert. Weil die Zentren für Familien da seien und die Angebote daher auch an deren Bedürfnissen ausgerichtet werden müssten, haben sich die beiden Koordinatorinnen anlässlich der Eröffnung der letzten beiden Zentren eine Aktion einfallen lassen: den Ideenpool.

„Ein solcher Pool steht ab sofort in jedem Familienzentrum und darin werden bis zum 30. September Ideen und Wünsche von Familien gesammelt“, sagt Mareike Kumm. Familien sollten ermuntert werden, auf Postkarten ihre Ideen zu notieren und in den Pool zu werfen. „Dabei geht es um die Fragen, was sich Familien für oder vom Familienzentrum wünschen und was für mehr Familienfreundlichkeit vor Ort“, so Kumm. „Gleichzeitig erhoffen wir uns auch ein Feedback auf die bereits bestehenden Angebote“, ergänzt Kreisrat Riethig. Er hoffe, mit dieser Aktion auch Familien zu erreichen, „die sich sonst nicht so laut äußern“. Am Ende der Aktion werden unter den Teilnehmern Preise verlost. Zu gewinnen gibt es unter anderem Familienausflüge in der Region, zusätzlich werden vor Ort in den Familienzentren kleinere Gewinne ausgelost. (Per Schröter)

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