Kreis unterstützt Rettungsorganisationen: Hilfe aus dem Rucksack

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Stellten die Notfall-Rucksäcke und deren Ausstattung vor: (von links) Landrat Bernhard Reuter sowie Wolfgang Schubert, Fachberater Betreuung beim Roten Kreuz, und Florian Olbrich, Chef des DRK-Einsatzzuges Göttingen-Land. 

Göttingen. Bei einem Stau muss den Wartenden schnell geholfen werden. Rettungsorganisationen aus dem Landkreis Göttingen haben jetzt für solche Einsätze Betreuungsrucksäcke erhalten.

Den Anstoß für die Anschaffung der elf Rucksäcke hatte die Evakuierung von mehr als 200 Flüchtlingen im August aus einer Turnhalle in Groß Schneen gegeben, die nach starkem Regen überflutet worden war. Die neuen Rucksäcke, die pro Stück etwa 550 Euro gekostet haben, hätten damals schon wertvolle Hilfe leisten können.

So sind darin beispielsweise Teddys zum Trösten von Kindern, Trinkpäckchen zum Durststillen oder Windeln, Schnuller und Babyflaschen für kleine Kinder verpackt. Aber auch Hygieneartikel für Frauen, Material für die Erste Hilfe oder Seifenblasen und ein Kartenspiel zum Ablenken finden sich darin. Das Rote Kreuz hat die Liste zusammengestellt. Um die Notfallrucksäcke entgegen zu nehmen, waren Aktive der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft, der Malteser, des Deutschen Roten Kreuzes, des Arbeiter Samariter Bundes, der Johanniter und des Technischen Hilfswerks ins Kreishaus gekommen. Dabei lobte Landrat Bernhard Reuter das Engagement der Organisationen: „Wir können uns auf unsere ehrenamtlichen Einsatzkräfte verlassen.“

Notfallrucksäcke für Göttinger Rettungsorganisationen

Gleichzeitig berichtete der Verwaltungschef, dass es im Laufe der Woche für einige Hilfsorganisationen eine „Alarmwarnung“ gegeben habe. Hintergrund ist, dass das Land die Kreise zur Schaffung von eigenen Erstaufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge aufgefordert hat. Zum Aufbau solcher Notquartiere werden die ehrenamtlichen Helfer benötigt. Zurzeit muss der Landkreis Göttingen noch keine Kapazitäten schaffen, denn es gibt durch das Lager Friedland mit seinen Außenstellen derzeit fast 6000 Erstaufnahmeplätze im Landkreis Göttingen. Allerdings könne sich diese Situation schnell ändern, wenn der Zustrom anhält, machte Reuter deutlich.

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