Diskussion um Ausbildungszentrum

Kreisfeuerwehrverband will neue „Feuerwehrtechnische Zentrale“ bei oder in Göttingen

Ehrensache: Zahlreiche Aktive aus dem Kreisfeuerwehrverband Göttingen wurden für ihr Engagement ausgezeichnet.
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Ehrensache: Zahlreiche Aktive aus dem Kreisfeuerwehrverband Göttingen wurden für ihr Engagement ausgezeichnet.

Wo soll das künftige Feuerwehrtechnische Zentrale (FTZ) mit Ausbildungszentrum entstehen? Wenn es nach dem Kreisfeuerwehrverband Göttingen geht, dann auf alle Fälle in der Nähe der Uni-Stadt.

Groß Schneen – Das machte Martin Willing, Chef des Verbandes, bei einer Versammlung in Groß Schneen deutlich. „Vor fast 50 Jahren hat der Landkreis Göttingen erstmals den Fehler gemacht und eine FTZ in einem Dorf gebaut. Nun macht er den gleichen Fehler“, so Willing.

Er spielte damit auf einen einstimmigen Beschluss des Kreistages an, eine solche Einrichtung in Ebergötzen zu errichten. „Eine solche Anlage gehört in die Nähe des Oberzentrums und nicht auf ein Dorf.“

Nach Ansicht von Martin Willing sind in der Uni-Stadt Fachwerkstätten und Zulieferer für Reparaturen und Ersatzteile vorhanden. Mit einem Standort Göttingen für die Feuerwehrtechnische Zentrale kann laut Willing der öffentliche Personennahverkehr optimal genutzt werden. „Das wäre der richtige Schritt, um sich der Umwelt und dem Klima zu stellen“, so der Verbandsvorsitzende.

Martin Willing, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Göttingen

Willing setzt sich mit Blick auf die aktuelle Situation für eine Kooperation mit der Stadt Göttingen ein. Sie müsse ohnehin eine neue Wache im Westen bauen. „Vielleicht gibt es Schnittstellen, und die Stadt kann sich mit dem Landkreis Göttingen engagieren und zusammen was auf die Beine stellen“, wirbt er für die Förderung der interkommunalen Zusammenarbeit und eine mögliche Reduktion von Kosten. Ohnehin haben laut Willing Stadt und Landkreis bereits gemeinsame Einrichtungen. Dazu zählten die Leitstelle, die gemeinsame Schlauchpflege sowie die gemeinsame Technische Einsatzleitung. Wie gut dies funktioniere, habe die Arbeit im Stab bei der jüngsten Bombenentschärfung in der Uni-Stadt gezeigt.

Um Feuerwehrleuten, die im Bereich Ahrweiler von der Hochwasserkatastrophe betroffen sind, zu helfen, spendet der Vorstand des Kreisfeuerwehrverbandes Göttingen 1000 Euro an den dortigen Kreisfeuerwehrverband, der die Verteilung übernehmen sollen.

Bei den Wahlen wurde Martin Willing als Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Göttingen, dem mit 4500 Mitgliedern größten Feuerwehrverband im Landkreis Göttingen, bestätigt. Ihm zur Seite stehen Albert Sasse und Achim Spangenberg als Stellvertreter sowie Detlef Koch aus Geschäftsführer. (Bern) Schlegel)

Auszeichnungen für verdiente Feuerwehrleute

Zahlreiche Aktive wurden geehrt. Mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold wurden Heiko Böhlken (Bremke) und Martin Willing (Rosdorf) ausgezeichnet. Das Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber erhielten Achim Spangenberg (Hedemünden), Matthias Freter (Dransfeld), Volker Kaupert (Reyershausen), Dr. Sven Bode (Mengershausen) und Heiko Wiemann (Mollenfelde). Die silberne Ehrennadel des Landesfeuerwehrverband ging an Björn Korf (Dankelshausen). (Bernd Schlegel)

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