Viel Eigeninitiative

Neue Krippe für die "KEI-Wölfe" kostete 280.000 Euro

Viel Eigeninitiative: Die Beteiligten des KEI-Kindergartens in der Von-Ossietzky-Straße im Göttinger Osten feierten die Einweihung der Krippe. Foto: Schröter

Göttingen. Die „kleinen Wölfe“ des Göttinger KEI-Kindergartens haben eine neue Bleibe. Jetzt wurde die zum Großteil in Eigenleistung entstandene Krippe feierlich eingeweiht.

Denn der Name „Kindergarten aus Eigeninitiative“ (KEI) war auch bei diesem Projekt Programm: Nicht nur bei der Planung und Baubetreuung, sondern auch bei den praktischen Arbeiten war die Mitarbeit der Eltern gefragt.

Während der Bauphase, die im April dieses Jahres begann, leisteten sie an mehreren Wochenenden etwa 2000 Arbeitsstunden, in denen Wände eingerissen, Sandkisten gebaut und Wege gepflastert wurden.

Auch bei der Finanzierung war der Einsatz eigener Mittel gefragt. Etwa 280 000 Euro kostete der eigentliche Bau – inklusive einer neuen Werkstatt für den Kindergarten –, weitere 60 000 Euro das Grundstück, das gekauft wurde, um die Freifläche auf 5000 Quadratmeter zu erweitern.

Der Großteil davon wird aus Eigenmitteln des KEI und durch einen Kredit aufgebracht. Die Erstausstattung mit Spielzeug wurde komplett über den KEI-Förderverein und Spenden finanziert.

Nachdem die 14 Krippenkinder, darunter ein Integrationskind, bereits im September ihre neuen Räume bezogen hatten, wurden jetzt die letzten Arbeiten beendet. „Ich bin stolz auf das, was wir hier alle gemeinsam geschaffen haben“, betonte KEI-Leiterin Ruth Kiefer.

Die 14 neuen Krippenkinder und die fünf neuen Kollegen hätten zwar große Veränderungen im Arbeitsalltag und im Team mit sich gebracht, so dass sich „alles noch etwas zusammenruckeln“ müsse. „Aber wir sind auf einem guten Weg“, meinte Kiefer. Wie die Kindergartenkinder dürfen sich auch die Krippenkinder über eine außergewöhnlich intensive pädagogische Betreuung freuen.

Schließlich sieht das Konzept des KEI-Kindergartens vor, dass Verwaltungs- und Hausmeistertätigkeiten ehrenamtlich von den Eltern erledigt werden. Das dadurch gesparte Geld fließt in zusätzliche Betreuungsstellen.

KEI-Vorsitzende Claus Kannwischer freute sich: Es seien „unglaublich viele Menschen“ gewesen, die beim Bau mitgeholfen hätten. „Ihnen allen gilt genauso unser Dank wie dem Förderverein für sein großes Engagement“, sagt Kannwischer.

Von Per Schröter

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