AStA distanziert sich

Kritik an Demo ohne Masken am Gänseliesel in Göttingen

Gänseliesel in der Göttinger Innenstadt: Dort trafen sich am Wochende Mitglieder der Gruppe „Studenten stehen auf“. Der AStA distanziert sich von der Aktion.
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Gänseliesel in der Göttinger Innenstadt: Dort trafen sich am Wochende Mitglieder der Gruppe „Studenten stehen auf“. Der AStA distanziert sich von der Aktion. (Symbolbild)

Scharfe Kritik an der Versammlung der Gruppe „Studenten stehen auf“ am Samstag kommt vom Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) der Uni Göttingen. Der AStA bezeichnet die Gruppe als „demokratiegefährdend und unsolidarisch“.

Göttingen – Junge Leute hatten sich symbolisch mit Grablichter und ohne Masken getroffen und Weihnachtslieder gesungen. Aus Sicht des AStA reiht sich die Aktion in das Umfeld der Querdenken-Bewegung und der Partei „Die Basis“ ein. „Als Studierendenvertretung positionieren wir uns deutlich gegen alle diese rechtsoffenen bis rechtsextrem unterlaufenen Gruppen, die die Existenz und Gefahren von Covid-19 und die Bedeutung des Impfens für die Pandemiebekämpfung leugnen.“

Laut AStA ist die Einhaltung der Schutzmaßnahmen grundlegend für die gemeinsame Bekämpfung der Pandemie. „Proteste der oben genannten Gruppen, ohne Masken und Einhaltung der Abstandsregeln, führen nachweislich zum Anstieg der Coronainfektionen“, heißt es vom AStA.

Scharfe Kritik an der Protestaktion am Gänseliesel kommt auch von der Partei- und Volt-Gruppe im Göttinger Rat. Sie bemängelt zudem, dass Abstandsregeln und Maskenpflicht von den Ordnungsbehörden nicht kontrolliert beziehungsweise Verstöße nicht sanktioniert worden. Erst nach einer Stunde wurden die Teilnehmer von der Polizei dazu aufgefordert, Abstand zu wahren und Masken zu tragen. „Das ist ernüchternd spät, gerade hinsichtlich der hohen Infektionsgefahr für Menschen, die gezielt Sicherheitsmaßnahmen auslassen“, kommentiert Volt-Mitglied Till Jonas Hampe die Ereignisse vom Samstag. (Bernd Schlegel)

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