Bundetagsabgeordnete in Südniedersachsen

Wer verdient am meisten nebenher? Kühne an der Spitze

Göttingen/ Northeim/ Uslar. Die Bundestagsabgeordneten haben seit der Wahl im Herbst 2013 zusammen mindestens 11,6 Millionen Euro durch Nebentätigkeiten verdient.

Das zeigt die aktuelle Erhebung der Internetplattform Abgeordnetenwatch.de, die die zusätzlichen Einkünfte der Bundestagsabgeordneten durch Nebenjobs auflistet.

Die HNA hat einen genaueren Blick auf die Einkünfte der acht Bundestagsabgeordneten in Südniedersachsen geworfen:

Dr. Roy Kühne

Northeim: Im Ranking der bestverdienenden Bundestagsabgeordnetenbelegt der CDU-Parlamentarier Dr. Roy Kühne den 16. Platz. Bei Kühne seien Nebeneinkünfte bis 322 500 Euro möglich. Neben seinem Mandat ist der Diplom-Sporttherapeut als Gesellschafter an zwei Unternehmen beteiligt. Außerdem ist er Geschäftsführer des Dr. Roy Kühne Gesundheitszentrums.

Dr. Wilhelm Priesmeier  (SPD), der ebenfalls dem Wahlkreis Goslar, Northeim, Osterode vertritt, hat laut der Internetplattform keine meldepflichtigen Nebeneinkünfte.

Fritz Güntzler

Göttingen: Den Platz 47 unter den bestverdienenden Bundestagsabgeordneten nimmt Fritz Güntzler (CDU) mit möglichen Nebeneinkünften bis zu 210 000 Euro ein. Güntzler legte offen, dass er neben seinem Mandat noch Geschäftsführer eines Kasseler Unternehmens und außerdem als Wirtschaftsprüfer und Steuerberater tätig ist.

Jürgen Trittin

Jürgen Trittin (Grüne) nimmt mitEinkünften bis zu 81 500 Euro Platz 66 ein. Dies sind Einnahmen, die er sich durch zahlreiche Vorträge dazuverdient hat.

Bei den ermittelten Nebeneinkünften konnte sich nur Thomas Oppermann (SPD) aus der Affäre ziehen. Er hatte keine meldepflichtigen Nebeneinkünfte.

Jutta Krellmann

Uslar: Aus dem Wahlkreis Hameln-Pyrmont, Holzminden hat die Abgeordnete Jutta Krellmann (Linke) Nebeneinkünfte bis 70 000 Euro eingenommen. Als Gewerkschaftssekretärin erhält sie monatlich noch ihr Gehalt und arbeitet außerdem für die IG Metall in Frankfurt.

Die beiden anderen Abgeordneten aus dem Wahlkreis, Gabriele Lösekrug-Möller (SPD) und Michael Vietz (CDU), hatten laut dem Internetportal keine meldepflichtigen Nebeneinkünfte.

Plattform fordert Transparenz

Die Parlamentarier erhalten seit 2015 eine monatliche Diät von 9082 Euro, zuvor 8667 Euro. Mindestens 156 der 631 Parlamentarier erzielen laut dem Internetplattform Abgeordnetenwatch.de Zusatzeinkünfte in unklarer Höhe. Da viele Verdienste nicht ausgewiesen würden, könnten die tatsächlichen Einnahmen bei einem Teil der Abgeordneten deutlich höher sein, teilt die Organisation mit. Deshalb wurde auch eine Internetpetition gestartet, die die Bundestagsabgeordnetet auffordert ein striktes Transparenzgesetz zu verabschieden. Dann wären sie gezwungen alle Nebeneinkünfte genau anzugeben.

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