Verbesserung von betrieblichen Abläufe

Künstliche Intelligenz: Arineo in Göttingen forscht für Bundesministerium

Der IT-Dienstleister Arineo: Das Göttinger Unternehmen wird vom Bund bei der Entwicklung von neuen Technologien unter Einsatz künstlicher Intelligenz gefördert.
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Der IT-Dienstleister Arineo: Das Göttinger Unternehmen wird vom Bund bei der Entwicklung von neuen Technologien unter Einsatz künstlicher Intelligenz gefördert. (Archivfoto)

Das Göttinger IT-Dienstleistungsunternehmen Arineo wird vom Bund bei der Entwicklung von neuen Technologien unter Einsatz künstlicher Intelligenz gefördert. Die neu entwickelten Methoden sollen Arbeitsprozesse in Unternehmen erleichtern.

Göttingen – Das Forschungsvolumen für beide Projekte beträgt 2,1 Millionen Euro, das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BnBF) unterstützt diese Arbeit mit 500 000 Euro.

„Die Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung ist für uns eine große Chance“, freut sich Dr. Marko Weinrich, Geschäftsführer der Arineo GmbH. „Auf dem Markt gibt es bisher keine vergleichbaren Lösungen.“

In den beiden vom BfBF bewilligten Forschungsprojekten wird Arineo in den kommenden Jahren erforschen, wie durch Einsatz künstlicher Intelligenz „schlaue“ Algorithmen entwickelt werden können, mit denen Unternehmen unterschiedliche Aspekte ihrer Arbeit einfacher, effizienter und fehlerfreier gestalten können, teilt das Göttinger Unternehmen mit.

Arineo-Geschäftsführer: Marko Weinrich.

Ziel des ersten Forschungsprojektes ist es, mithilfe künstlicher Intelligenz einen Wissensdatenpool aufzubauen, der es ermöglicht, unternehmensinterne und -externe Fragestellungen zu beliebigen Unternehmensprozessen zu beantworten. Das zweite Forschungsvorhaben beschäftigt sich mit künstlichen neuronalen Netzen: Mit der Entwicklung neuer Verfahren zur Bildverarbeitung sollen Firmen dabei unterstützt werden, bestimmte Prozessschritte in der Produktion mithilfe von Bild- oder Videoerkennung zu optimieren.

Arineo bewegt sich dabei keineswegs auf Neuland: „Wir beschäftigen uns schon länger mit der Nutzung künstlicher Intelligenz für und in Unternehmen,“ berichtet Dr. Gerhard Heinzerling, Senior Data Scientist bei Arineo. „Das wir dieses Thema nun als Forschungsprojekte betreiben und dabei vom Bund gefördert werden, zeigt die Relevanz.“

Geschäftsführer Marko Weinrich geht noch weiter, die Projekte haben nach seiner Einschätzung eine große Bedeutung, sowohl für das Unternehmen als auch für den Markt: „Das eröffnet uns neue Potenziale, mit denen wir nicht nur neue Kunden gewinnen können, sondern auch Göttingens Ruf als Forschungs- und Wissenschaftsstandort unterstreichen.“

Generell geht es dem jungen Unternehmen gut, nach eigenen Angaben konnte auch während der Corona-Krise der Wachstumskurs gehalten werden. Ab April 2020 wurde Kurzarbeit für mehr als die Hälfte der Belegschaft eingeführt. Der Arbeitsausfall im April betrug etwa 25 Prozent. Das Management verzichtete daraufhin auf 30 Prozent seines Entgelts, wobei es in vollem Umfang weiterarbeitete. Dem Verzicht schlossen sich freiwillig weitere einzelne Mitarbeitende an, wie das Magazin „Faktor“ berichtete.

Martin Renker und Marko Weinrich hatten sich vor drei Jahren von dem Platzhirschen Sycor abgespalten, etwa 200 Mitarbeiter schlossen sich dem Newcomer Arineo an. Vor Gerichten wurde um gestritten. Eine Güteverhandlung scheiterte. (Thomas Kopietz)

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